Schaumburger Wochenblatt vom 29.09.2007
 

Dank und Anerkennung gab es von Schulleiterin Brigitte Naber (re.)
für die Schüler Dennis Höger (v.li.), Patrick Mynarek, Luisa Watzlawik
und den Betreuern des Schulsanitätsdienstes, Fred Angerstein und Hans-Heinrich Gümmer

Stadtschüler bewähren
sich als Ersthelfer

Kleines Versäumnis verhindert komplette Punktzahl / Großer Auftritt in Bremen

 

RODENBERG (pd). Der seit Jahren gut funktionierende Schulsanitätsdienst der Stadtschule Rodenberg hat jetzt bei einem Wettbewerb im Bremer AWD-Dome durch gute Leistungen überzeugen können.
Ein Versäumnis bei einer von fünf anspruchsvollen Aufgaben aus dem Bereich „Erste Hilfe" kostete die Gruppe um Fred Angerstein und Lehrer Hans-Heinrich Gümmer den Triumph einer vollen Punktzahl.
Das Ergebnis des Wettbewerbs, an dem
180 Mannschaften aus dem norddeutschen Raum teilgenommen haben, kann sich dennoch sehen lassen. Von 36 zu erreichenden Wertungspunkten konnten die jungen Rodenberger Ersthelfer schließlich immerhin 35 aufweisen.
Einmal jährlich organisiert der Bremer Senat den Erste-Hilfe-Wettbewerb „Hand aufs Herz" fürSchülerinnen und Schüler derJahrgangsstufen 5 bis
1o. Luisa Watzlawik, Dennis Höger, Michael Mohlek, Patrick Mynarek und Daniel Devriel von der Schulsanitäts- Arbeitsgemeinschaft der Stadtschule Rodenberg zeigten im AWD-Dome ihr Können als Ersthelfer. Fünf Aufgaben mussten bewältigt werden. „Was macht ihr, wenn während des Unterrichts euer Klassenlehrer plötzlich zusammenbricht?" oder „Nach einem Sturz bleibt euer Mitschüler hilflos liegen und klagt über Schmerzen am Knie. Er kann nicht aufstehen und ihm ist kalt" lauteten zwei davon. Für die Abordnung der Stadtschule waren die Anforderungen kein Problem.


Ein Notfall wird simuliert.
Die versierten Schulsanitär zeigen
den anderen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft,
was zu tun ist

Unter den strengen Augen der Jury, bestehend aus Vertretern von DRK, Johannitern, ASB und DRLG, bewältigten die fünf Jugendlichen die Aufgaben. In der Aufregung vergaßen sie lediglich, bei einer simulierten Schocksituation die Beine des „Opfers" höher zu lagern. Viel Lob erhielten die Schüler aus Rodenberg von Jurymitgliedern dagegen für ihr Einfühlungsvermögen, beruhigend auf die Kranken oder Verletzten einzureden. Da sahen Fred Angerstein, Leiter der Schulsanitäts-AG, und Lehrer Hans-Heinrich Gümmer auch ein Manko in Bezug auf das Wertungssystem. Das hätte differenzierter sein müssen, meinten beide in der Rückschau. Trotz dieser Kritik werteten alle Beteiligten aus Rodenberg die Teilnahme am Wettbewerb als positiv und lehrreich. Gut angekommen ist bei den Schülern auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung. Dieses bot viele Möglichkeiten, sich über Erste Hilfe oder Notfallrettung aus erster Hand zu informieren. Unter anderem waren auch Rettungshubschrauber und Rettungsfahrzeuge vor Ort. Interessierte konnten Defibrillatoren zur Wiederbelebung bei Herzstillstand testen, Herzmassage nach Rhythmus moderner Musik erlernen, sich aber auch zu den beruflichen Perspektiven im Rettungsdienst informieren. Schulleiterin Brigitte Naber freute sich über das gute Abschneiden der Stadtschüler und stellte fest „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es". Es müsse ein gutes Gefühl sein, anderen helfen zu können. Sie dankte Fred Angerstein und ihrem Kollegen Gümmer für die Bereitschaft, die Gruppe auszubilden und nach Bremen zu begleiten und verteilte Anerkennungsurkunden an die erfolgreichen Jugendlichen. Foto:Dd

 

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