Schaumburger Nachrichten vom 08.11.2007

 


Schulförderverein will Trennung nach 40 Jahren

Vereinsvorstand kündigt Auflösung an/
Zwei neue Fördervereine sollten Stadtschule und Grundschule unterstützen

 

 



Den Förderverein der Rodenberger wird es offensichtlich bald nicht mehr geben. Mehr als 40 Jahre nach seiner Gründung soll er aufgelöst werden, um jeder Schule die Möglichkeiten auf einen eigenen Förderverein zu geben. Das teilte der Vorstand mit.

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Die Veränderung der Strukturen erfordere auch eine neue Konsolidierung des Vereins, meint der Wilfried Mühlenhoff, der damit die eigenverantwortliche Schule anspricht und den Wunsch, die Stadtschule als Gesamtschule auszubauen.

 

Ute Engelstädter, Wilfried Mühlenhoff, Horst Asche
und Marina Brand
vom Vorstand des Fördervereins
be
reiten bereits alles für ihre letzte Sitzung vor. Jakobs

 

„Es wäre besser, dem Verein ein neues Gesicht zu geben", so Mühlenhoff. Er erhofft sich eine bessere Identifikation der Mitglieder, wenn jede Schule einen eigenen Verein gründet. Mühlenhoffs Vertreter Horst Asche und Marina Brand teilen diese Ansicht. Für Brand liegt weiterer Vorteil darin, dass die Finanzierung unterschiedlicher Schulprojekte dadurch transparenter würde.
Die Schulleitungen stehen dem Vorsitzenden positiv gegenüber. Brigitte Naber Stadtschule und Brigitta Doering von der Julius-Rodenberg-Schule sehen bei zwei Vereinen ebenfalls höheres Potential zur Identifikation. „Angesichts der neuen Schulgesetze und der Zusammenarbeit mit den Eltern, möchte ich das unterstützen", sagt Doering. Der Wunsch sei ihr vermehrt aus der Elternschaft zugetragen worden. Auch der Schulelternrat unterstütze das. „Das schafft Klarheit", meint Doering.
Naber weist darauf hin, dass die Förderschule, die von Bad Nenndorf nach Rodenberg verlegt werden soll, auch einen eigenen Förderverein mitbringe. Auch Naher sieht eine höhere Bindung der Eltern an die Schule, wenn ein eigener Förderverein bestehe, deshalb liege eine Chance in der Trennung. „Die Schulstruktur hat sich außerdem verändert", meint die Rektorin. Sollte die Stadtschule zur Gesamtschule werden, sei dies ein weiterer Grund, dem Vorschlag zu folgen.
Der Vorstand des Fördervereins teilt mit, dass er bereits Rücksprache mit Schulen und Elternräten gehalten habe Eine Umstrukturierung werde von ihnen als sinnvoll und notwendig angesehen. Der Elternratsvorsitzende der Stadtschule, Thomas Blazek, gibt allerdings an, dass er die Elternschaft noch nicht informieren konnte. Einen Tag, bevor der Vorstand die Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt habe, sei er angerufen worden und habe deshalb sehr kurzfristig davon erfahren. „Ich hatte noch keine Chance, die Eltern zu informieren", sagt Blazek. Der Elternvertreter sieht diesen Vorschlag mit gemischten Gefühlen. „Ich fände es schade, weil der Name des Vereins gewachsen ist'', sagt er. Auf der anderen Seite sieht er aber auch eine Chance für einen Neuanfang. Dem Argument, mit zwei Vereinen eine stärkere Identifikation der Mitglieder zu erreichen, kann er folgen.
„Ich stehe dem Ganzen positiv gegenüber", sagt Lutz Miettinen, Elternratsvorsitzender der Grundschule. Er will die Eltern in der kommenden Woche informieren, sagt aber, dass der Wunsch nach einem eigenen Förderverein aus der Elternschaft selbst auch gekommen sei. „Die Eltern sind dem Plan wohlgesonnen", ist er überzeugt.
Formal muss das Vorhaben bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geklärt werden, um die nötige Zustimmung zu erreichen. Wie Brand erklärt, sei eine Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder zur Auflösung des Vereins notwendig. Sollte diese mangels Beteiligung nicht zustande kommen, reiche bei einer weiteren Sitzung die Zustimmung eines Drittels der anwesenden Mitglieder zur Auflösung des Vereins. Im Frühjahr sollen die Mitglieder entscheiden.
„Es wird nicht einfach, den Mitgliederstand zu halten", schätzt Asche die Folgen ein. Etwa ein Drittel der Mitglieder habe keine Kinder mehr auf einer der Schulen, deshalb rechne er damit, dass diese den neuen Vereinen verloren gehen werden.
Der Verein war 1966 gegründet worden. Bis zum Neubau der Stadtschule waren damals Grund- und Volksschule
mit Realschulzweig gemeinsam im alten Gebäude untergebracht. Seit der Gründung hat der Verein 200 000 Euro aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen in die Verbesserung des Schullebens investiert.   bab

     
 

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