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Den Förderverein der Rodenberger wird es offensichtlich bald nicht mehr
geben. Mehr als 40 Jahre nach seiner Gründung soll er aufgelöst werden, um
jeder Schule die Möglichkeiten auf einen eigenen Förderverein zu geben. Das
teilte der Vorstand mit.
en. Die
Veränderung der Strukturen erfordere auch eine neue Konsolidierung des
Vereins, meint der Wilfried Mühlenhoff, der damit die eigenverantwortliche
Schule anspricht und den Wunsch, die Stadtschule als Gesamtschule
auszubauen. |
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„Es wäre
besser, dem Verein ein neues Gesicht zu geben", so Mühlenhoff. Er erhofft
sich eine bessere Identifikation der Mitglieder, wenn jede Schule einen
eigenen Verein gründet. Mühlenhoffs Vertreter Horst Asche und Marina Brand
teilen diese Ansicht. Für Brand liegt weiterer Vorteil darin, dass die
Finanzierung unterschiedlicher Schulprojekte dadurch transparenter würde.
Die
Schulleitungen stehen dem Vorsitzenden positiv gegenüber. Brigitte Naber
Stadtschule und Brigitta Doering von der Julius-Rodenberg-Schule sehen bei
zwei Vereinen ebenfalls höheres Potential zur Identifikation. „Angesichts
der neuen Schulgesetze und der Zusammenarbeit mit den Eltern, möchte ich das
unterstützen", sagt Doering. Der Wunsch sei ihr vermehrt aus der
Elternschaft zugetragen worden. Auch der Schulelternrat unterstütze das.
„Das schafft Klarheit", meint Doering.
Naber weist darauf hin, dass die Förderschule, die von Bad Nenndorf nach
Rodenberg verlegt werden soll, auch einen eigenen Förderverein mitbringe.
Auch Naher sieht eine höhere Bindung der Eltern an die Schule, wenn ein
eigener Förderverein bestehe, deshalb liege eine Chance in der Trennung.
„Die Schulstruktur hat sich außerdem verändert", meint die Rektorin. Sollte
die Stadtschule zur Gesamtschule werden, sei dies ein weiterer Grund, dem
Vorschlag zu folgen.
Der Vorstand des Fördervereins teilt mit, dass er bereits Rücksprache mit
Schulen und Elternräten gehalten habe Eine Umstrukturierung werde von ihnen
als sinnvoll und notwendig angesehen. Der Elternratsvorsitzende der
Stadtschule, Thomas Blazek, gibt allerdings an, dass er die Elternschaft
noch nicht informieren konnte. Einen Tag, bevor der Vorstand die Pläne der
Öffentlichkeit vorgestellt habe, sei er angerufen worden und habe deshalb
sehr kurzfristig davon erfahren. „Ich hatte noch keine Chance, die Eltern zu
informieren", sagt Blazek. Der Elternvertreter sieht diesen Vorschlag mit
gemischten Gefühlen. „Ich fände es schade, weil der Name des Vereins
gewachsen ist'', sagt er. Auf der anderen Seite sieht er aber auch eine
Chance für einen Neuanfang. Dem Argument, mit zwei Vereinen eine stärkere
Identifikation der Mitglieder zu erreichen, kann er folgen.
„Ich stehe dem Ganzen positiv gegenüber", sagt Lutz Miettinen,
Elternratsvorsitzender der Grundschule. Er will die Eltern in der kommenden
Woche informieren, sagt aber, dass der Wunsch nach einem eigenen
Förderverein aus der Elternschaft selbst auch gekommen sei. „Die Eltern sind
dem Plan wohlgesonnen", ist er überzeugt.
Formal muss das Vorhaben bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung
geklärt werden, um die nötige Zustimmung zu erreichen. Wie Brand erklärt,
sei eine Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder zur Auflösung des Vereins
notwendig. Sollte diese mangels Beteiligung nicht zustande kommen, reiche
bei einer weiteren Sitzung die Zustimmung eines Drittels der anwesenden
Mitglieder zur Auflösung des Vereins. Im Frühjahr sollen die Mitglieder
entscheiden.
„Es wird nicht einfach, den Mitgliederstand zu halten", schätzt Asche die
Folgen ein. Etwa ein Drittel der Mitglieder habe keine Kinder mehr auf einer
der Schulen, deshalb rechne er damit, dass diese den neuen Vereinen verloren
gehen werden.
Der Verein war 1966 gegründet worden. Bis zum Neubau der Stadtschule waren
damals Grund- und Volksschule
mit Realschulzweig
gemeinsam im alten Gebäude untergebracht. Seit der Gründung hat der Verein
200 000 Euro aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen in die Verbesserung des
Schullebens investiert. bab |