Schaumburger Nachrichten vom 12.12.2007

       

Herausragend und kreativ: Lernen am Fluss
Stadtschule wird von der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz ausgezeichnet

   


A
ls besonders „herausragend und kreativ" hat die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz das „Klassenzimmer am Fluss" der Stadtschule bewertet. Für ihre Teilnahme am Wettbewerb „Aue leben" ist die Schule in Hennef (Sieg) ausgezeichnet worden.
RODENBERG. Eine umfassende Dokumentation hat Lehrer Gerhard Hurek, der das Projekt „Klassenzimmer am Fluss" leitet, mit seinen Schülern zusammengestellt. Sie enthält viele Daten und Erkenntnisse, die eine achte Klasse am Flussklassenzimmer zusammengetragen hat. Weitere Beobachtungen stellt Hurek mit der AG Natur und Umwelt sowie mit dem Wahlpflichtkurs Umwelt an. Für dieses Projekt wurden die sechsten bis achten Klassen der Schule ausgezeichnet. Die Schüler wurden mit Fachliteratur und zehn Ferngläsern von der Jury belohnt. Die Bestandsaufnahme der Schüler über den untersuchten Abschnitt der Rodenberger Aue enthält viele Details und greift deshalb für Hurek auch Inhalte unterschiedlicher Schulfächer auf.

 

 

 


Umweltunterricht mit Weitblick:
Brigitte Naber, Patrick Giesen,
Daniel Günther und Gerhard Hurek freuen sich über die Auszeichnung und können mit den neuen Ferngläsern das Geschehen in der Natur noch besser verfolgen.             Jakobs

 
  So haben sich die Schüler mit biologischer, physikalischer und chemischer Analyse beschäftigt, haben die Struktur des Gewässerverlaufs untersucht, sich mit Hochwasserereignissen beschäftigt und die Umlandnutzung unter die Lupe genommen. Viele Einzeldaten wurden dafür erhoben, von der Flusstiefe und -breite bis zur Bestandsaufnahme der Baumsorten arbeiteten sich die Schüler vor.„Wir messen und gewinnen so Zugang zur Natur", erklärt Hurek das Prinzip, das dem Lernen zugrunde liegt. Es gelinge dadurch auch, größere Zusammenhänge wie beispielsweise Klimabedingungen zu erkennen. Schulleiterin Brigitte Naber betont, dass der Erfolg vor allem dem Engagement Hureks zu verdanken sei und dessen außerschulischer Arbeit für den Umweltschutz (Nabu). Hurek kündigte an, für die weitere Arbeit auch die „Lokale Agenda 21" mit ins Boot zu holen und sich im kommenden Jahr am Wettbewerb wieder zu beteiligen. Die Frage, der Hurek künftig nachgehen will: Wie wird das Umfeld der Aue genutzt. Spaziergänger sollen befragt werden, um Orte des Verweilens festzulegen. Auch Schautafeln sollen an der Aue aufgestellt werden. „Das ist nicht nur für den Schreibtisch", beschreibt Naber den Gewinn für Schüler und Bürger, „es wird auch innerhalb der Gemeinde gehandelt". Rund 600 Schüler beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit an dem Wettbewerb. 20 Schulen wurden ausgezeichnet, so Hurek.            bab
 
     
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Stadtschule wird zur Umweltschule