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Schaumburger Nachrichten vom 08.02.2008 |
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| Diese Jugendlichen wollen etwas bewegen | ||
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Die Rodenberger Kandidaten sind schon alle sicher im neuen
Jugendparlament, gewählt wird am 20. und 21. Februar dennoch. Es bewerben
sich (von links): Sascha Blazek (15, Rodenberg), Lars Hessmann (14,
Rodenberg), Daniel Devriel |
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Im Rodenberger Rathaus stellen sich die Kandidaten vor |
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Obwohl es ebenso viele Kandidaten gibt wie Sitze im
künftigen Jugendparlament der Samtgemeinde Rodenberg gibt, werden die
Mädchen und Jungen für das neue Gremium ordnungsgemäß gewählt. Vier Mädchen
und fünf Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren treten an und entsprechen
damit dem Altersrahmen ihrer Wähler. Ideen für ihre künftige Arbeit haben
sie auch schon. SAMTGEMEINDE RODENBERG. Am Mittwoch, 20. Februar, stehen die Wahlurnen in den Schulen, und am Donnerstag, 21. Februar, kann von 8 bis 18 Uhr im Rodenberger Rathaus die Stimme abgegeben werden (SN berichteten). 849 stimmberechtigte Jugendliche wohnen in der Samtgemeinde und wurden von Günther Wehrhahn aus dem Hauptamt angeschrieben. Sie dürfen drei Stimmen auf ihre Favoriten verteilen. Beim Vorstellungstermin im Rathaus versprach Wehrhahn die volle Unterstützung der Verwaltung. „Das ist eine wichtige Sache, damit sich Jugendliche einbringen und wir das eine oder andere auch umsetzen können." Durch die Wahlvorbereitung bekommen die künftigen Parlamentarier bereits im Vorfeld alle üblichen Regularien mit. Wählerlisten, Wahlbenachrichtigungen, und die öffentliche Auszählung der Stimmen gehörten dazu, wie es auch bei Kommunalwahlen der Fall sei, erklärte Wehrhahn. Die Belange ihrer Generation wollen künftig vertreten: Tatjana Blum (17, Apelern), Jana Bredemeier (15, Rodenberg), Sandra Hill (16, Apelern), Isabell Michaelis (16, Lauenau), Sascha Blazek (15, Rodenberg), Daniel Devriel (17, Rodenberg), Kevin Grahl (16, Rodenberg), Lars Hessmann (14, Rodenberg) und Sven Hornung (17, Rodenberg). Alle sind Schüler der Stadtschule in Rodenberg oder des Gymnasiums Bad Nenndorf. Einige haben bereits Erfahrung als Klassen- oder Schülersprecher und in der Vereinsarbeit. Die Motivation ist bei allen, sich für ihre Altersgenossen zu engagieren. „Ich will etwas bewegen", sagten alle Kandidaten. „Jugendliche sollten sich auch um Probleme von Jugendlichen kümmern. Das können sie besser als Erwachsene", argumentierte Lars Hessmann. Es sei eine „tolle Sache", dass Jugendliche auf diese Weise mitreden können, meinte Daniel Devriel, der an alle Altersgenossen appellierte, sich mit ihren Wünschen, Vorschlägen und Anregungen an die neuen Parlamentarier zu wenden. Sven Hornung wünscht sich, dass die Jugendlichen insgesamt „wesentlich ausgelassener werden". Ich finde, dass für uns viel zu wenig gemacht wird", kritisierte Isabell Michaelis die fehlenden Räume für Jugendliche. Die Schüler plädieren dafür, Möglichkeiten zu schaffen, die ihnen Gelegenheit geben, sich außerhalb von Vereinsarbeit in den Orten zu treffen. „Der Verein bietet nicht für jeden etwas", meinte Jana Bredemeier. Unter fehlenden Sporthallenzeiten litten besonders die Junioren. Lars Hessmann machte sich, auch Gedanken um jugendliche Migranten. Diese seien in den Vereinen wenig vertreten. „Sie bleiben unter sich und grenzen sich aus, man muss Möglichkeiten finden, sie zu integrieren", schlug er vor. „Schlechte Erfahrungen" mit Vereinen hat Sascha Blazek gemacht. Außerdem bemängelte er, dass sich die „RoWoKi"-Angebote in den Sommerferien größtenteils an jüngere Kinder richteten. Die nicht vorhandenen Verbindungen am Abend im öffentlichen Nahverkehr sind ein weiteres Problem, das von den Kandidaten angesprochen wurde. Auch die Alternative, mit dem Fahrrad zu fahren, hat Tücken. „Stockfinster" sei es beispielsweise auf dem Radweg zwischen Rodenberg und Apelern", so Tatjana Blum. Sogar an die Finanzierung ihrer Wünsche denken die Nachwuchspolitiker. „Wir müssen Projekte durchbringen, die auch bezahlbar sind", sagte Lars Hessmann in weiser Voraussicht bab |
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„Toll, dass wir jetzt auch
gefragt werden" |
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Nenndorfs Jugend hat die
Wahl: Adrian Husmann (14, Hohnhorst), Patrick Mynarek (14, Bad Nenndorf),
Mona Ehlers |
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Am 20. und 21. Februar werden in
Nenndorf zum ersten Mal Wahlen für ein Jugendparlament durchgeführt. Schon
im ersten Anlauf ist es gelungen, Bewerber aus der ganzen Samtgemeinde zu
finden. Neun der zwölf Kandidaten haben sich im Rathaus vorgestellt. „Toll, dass wir jetzt auch gefragt werden", sagte Mona Ehlers. Die erfolgreiche Jugendversammlung in Haste, in deren Folge die Wünsche der jungen Bürger vom Rat umgesetzt wurden, habe die 17-Jährige zur Kandidatur motiviert. „Die Skateranlage zeigt doch: Mitreden bringt was." Das Thema „Halfpipe" hinter dem Nenndorfer Bahnhof will Artur Weidenkeller auf den Tisch bringen: Das Gelände könnte attraktiver gemacht werden. Zudem setzt sich der 16-Jährige für die Förderung von Nachwuchsmusikern ein. Sabrina Striegel plant, das Jugendzentrum bekannter machen. Gwendoline Hoffmann will sich jetzt bei Mitschülern umhören: „Was wollt ihr genau?" Übereinstimmendes Ziel der Kandidaten ist, Nenndorf jugendfreundlicher zu machen. Gefragt sind mehr Freizeitaktivitäten - von der Teeniedisko bis zum Ausbau der Bolzplätze. „Wir brauchen mehr Sportangebote und Nachmittagsbetreuung in den Schulen", sieht Patrick Mynarek hier ebenso Handlungsbedarf wie Artur Illi, der sich zudem sozial engagieren will ,„durch Spendenaktionen für die Tafel oder für sozial benachteiligte Kinder". Ein großes Anliegen sind bessere Bahn- und Busverbindungen in die Ortsteile. „Die sind sehr schlecht. Wenn ich den Bus verpasse, muss ich zwei Stunden warten", so KGS-Schüler Adrian Husmann aus Hohnhorst. Als Motivation zum Lernen hat Kati Sali Salirh ein positives Beispiel aus Bulgarien mitgebracht: „Ein Stipendium als Belohnung für einen guten Notendurchschnitt." Die Jugendlichen sind weitestgehend selbst verantwortlich für ihre Wahlwerbung. Die Samtgemeinde wird die Gesichter auf einem Plakat veröffentlichen. „Uns ist sehr daran gelegen, dass ihr bekannt werdet", sagte Reese: „Wir sind nach der Wahl eure Ansprechpartner." Am 20. Februar sind in Nenndorf die Wahlberechtigten im Alter von 14 bis 17 Jahren aufgerufen, ihre Stimme für die elf Vertreter in einem der Wahllokale abzugeben. Diese befinden sich im Gymnasium Bad Nenndorf, der Stadtschule Rodenberg, der IGS Stadthagen und der KGS in Barsinghausen. „Natürlich wählt die Förderschule auch mit", betonte Reese. Am 21. Februar von acht bis 18 Uhr kann im Rathaus gewählt werden. Ein Personalausweis zur Legitimation ist nicht nötig. „Wir setzen auf die Bekanntheit der Schüler", sagt Samtgemeindemitarbeiter Andre Lutz. Jeder sei im Wählerverzeichnis benannt, könne über das Geburtsdatum identifiziert werden. Alle Wähler haben drei Stimmen, die auf einen oder mehrere Kandidaten verteilt werden können. Danach konstituiert sich das Jugendparlament und nominiert Nenndorfs ersten Jugendbürgermeister. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. tes |
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