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Bei einer Veranstaltung zur Konzeption von Integrierten
Gesamtschulen, haben sich in der Stadtschule Rodenberg Eltern über die
Schulform informiert. Außerdem wurden Fragen zu den Rahmenbedingungen in
Schaumburg und Rodenberg gestellt. Die Veranstaltung war von den
Grundschulen Haste, Bad Nenndorf, Lauenau initiiert worden.
RODENBERG.
Der Gesamtschuldirektor der IGS List in Hannover, Oswald
Nachtwey, hat am Beispiel seiner Schule gezeigt, welchen Umfang und welche
pädagogische Grundlage das Angebot der Ganztagsschule umfasst. In der IGS
List wird ein neigungsdifferenziertes Lernen praktiziert, das durch
umfassende Angebote für die Schüler im musischen, sprachlichen,
mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich die Interessen auch über
den erforderlichen Unterricht hinaus abdeckt. Für Nachtwey ein vorteilhaftes
System, das individuelles Lernen ermöglicht. |
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Die Schule, die auch im Hochbegabtenverbund ist, kann laut Nachtwey
Erlebnisse bei den Abschlüssen vorwiesen, die über dem Landesdurchschnitt
liegen. Den erweiterten Sekundar-I-Abschluss erreichen 53 Prozent der
Schüler. 30 Prozent bekommen den Realschulabschluss. Während Landesweit zehn
Prozent ohne Abschluss die Schulen verlassen, sind es bei der IGS List nur
drei Prozent.
Nachtweys Ausführungen boten zwar interessante Einblicke in das Innenleben
einer Integrierten Gesamtschule, die Fragen der Eltern bezogen sich
allerdings stärker darauf, wie es in Rodenberg und Schaumburg weitergeht.
Das liege an den künftigen Entscheidungen des neuen Landtages und des
Landkreises, so Rektorin Brigitte Naher. Fest steht, dass die Stadtschule,
falls sie in eine IGS umgewandelt werden sollte, zu einer gebundenen
Ganztagsschule mit täglichem Unterricht bis 15.45 Uhr werden muss und die
Einführung aufsteigend von Klasse fünf erfolgt.
Fest steht auch, dass das Rodenberger Lehrerkollegium den Entschluss gefasst
hat, sich auf den Fall der Fälle bereits vorzubereiten. „Es besteht
Offenheit und Bereitschaft der Kollegen zur Fortbildung", berichtete Naber,
die Lehrer würden ohnehin schulformübergreifend arbeiten. Es sei eine
Arbeitsgruppe gegründet worden. Hospitationen an verschiedenen Integrierten
Gesamtschulen seien geplant. Anfang März tage der Schulausschuss des
Kreises, informierte die Rektorin. Nach den Osterferien werde der Kreis dann
eine Bedarfserhebung anschließen und zudem über die Standorte entscheiden,
für die er die Einrichtung einer IGS beim Land beantragt. Dazu müsse der
neue Landtag aber auch das Errichtungsverbot für Gesamtschulen kippen.
Frühestens zum Schuljahr 2009/2010 rechnet die Schulleiterin mit der
Einführung. „Die Schule bietet die Größe, sie zur IGS zu machen", stellte
sie die räumlichen Bedingungen dar. Selbst sechszügige Jahrgänge seien
möglich. Vierzügigkeit gewährleiste jedoch bessere persönliche Bindungen.
Einige Eltern äußerten Bedenken und befürchten, dass Schüler aus den
Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg, die weiter eine konventionelle Haupt-
oder Realschule besuchen wollen, dann weitere Wege zu machen hätten. Sollten
diese nach Lindhorst oder Stadthagen fahren müssen, seien neue
Transportprobleme zu erwarten. bab
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