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RODENBERG. Der Förderverein der Rodenberger Schulen hat
die voraussichtlich vorletzte Sitzung in seinem mehr als 40 Jahre langen
Bestehen absolviert. Zu einer Auflösung des Vereins ist es noch nicht
gekommen, da nicht genügend Mitglieder anwesend waren. Ende März folgt die
entscheidende Sitzung. Zur Auflösung reicht dann die Zustimmung von zwei
Dritteln der Anwesenden.
Nur rund ein Dutzend der 279 Mitglieder hatte sich im Forum der Stadtschule
eingefunden. „Ein denkwürdiger Abend", beschrieb Vorsitzender Wilfried
Mühlenhoff die Einleitung zur Auflösung des Vereins. Doch laut Satzung
müssten zwei Drittel der Mitglieder dem Vorstandsbeschluss zustimmen. Da
diese Zahl nicht erreicht werden konnte, muss eine zweite Abstimmung folgen.
Der Termin wurde festgelegt. Die entsprechende Sitzung beginnt am Montag,
31. März, um 20 Uhr im Lehrerzimmer der Grundschule.
Den Ausschlag für eine Auflösung habe der Wunsch der Grundschule gegeben,
einen eigenen Förderverein aufbauen zu wollen, so Mühlenhoff. „Es hat uns
überrascht, dass die Grundschule einen eigenen Förderverein haben wollte",
gab der Vorsitzende zu. Der Vorstand habe dennoch einen Beschluss gefasst,
unter diesen Umständen, die Auflösung des Vereins herbeizuführen.
Mühlenhoff bedauerte es auf der einen Seite, den seit 1966 bestehenden
Verein nun abzuwickeln. Auf der anderen Seite wolle er dafür um Verständnis
werben. „Weil es in nächster Zeit viele, viele Aufgaben gibt, bei denen man
vielleicht mehr differenzieren muss." Als der Verein gegründet worden sei,
habe es noch keine Differenzierung zwischen Grund-, Haupt- und
Realschullehrern gegeben. Alle hätten in „einem Haus die Schule
konsolidiert, die noch nicht örtlich getrennt war".
Der Vorsitzende gestand, dass viel Herzblut an dem Verein hinge. Er
erinnerte an die Unterstützung, die dieser geleistet habe. „Wir haben schon
einiges geschafft.". Es sei in der Hauptsache aber nicht nur um Geld
gegangen, sondern darum, der Sache zu dienen. Finanziell habe der Verein in
letzter Zeit stärker eingreifen müssen, um soziale Engpässe zu beseitigen.
So sei es, einigen Eltern nicht mehr möglich, die Kosten bei
Klassenfahrten und Ähnlichem zu tragen.
2007 hat der Verein rund 7100 Euro für die Grundschule aus Beiträgen und
Spenden zur Verfügung gestellt. Die Stadtschule wurde mit 4800 Euro
unterstützt. Davon wurden unter anderem Lehrmittel angeschafft, Projekte
finanziert und schulische Mitarbeiter bezahlt. Auch die Feier zum
100-jährigen Bestehen des Schulhauses an der Langen Straße hat der Verein
bezuschusst. bab |