Schaumburger Nachrichten 2 vom 23.03.2008

 
Das „Magie House" hat mehr Zulauf 
 
Jugendpflegerin Tanja Kluge setzt auf Motivation und politische Bildung

 
 

Die Zahl der Jugendlichen, die das Angebot der städtischen Jugendpflege wahrnehmen, hat sich verdoppelt. Die Jugendlichen nutzen verstärkt die unterschiedlichen Angebote im „Magie House". Sobald das Wetter besser wird, werden die Jugendlichen die Außenanlagen vom „Magie House" verschönern. Die neue Jugendpflegerin Tanja Kluge denkt auch an eine Zusammenarbeit mit dem neu zu konstituierenden Jugendparlament in der Samtgemeinde Rodenberg.

RODENBERG.
„Der Bedarf ist da", beurteilt Kluge die Situation in Bodenberg, Programme für Jugendliche anzubieten, die nicht in Vereinen oder anderen Zusammenhängen organisiert sind. „Die Jugendlichen würden auch ein häufigeres Angebot annehmen", glaubt sie. „Finanziell ist das aber momentan für die Stadt nicht drin", beurteilt Kluge die Situation. Dienstags- und donnerstags nachmittags ist das „Magie House für die Jugendlichen offen.

Als Kluge ihren Job antrat, konnte sie dem Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege des Rates der Stadt nur sechs Jugendliche nennen, die sich für das städtische Angebot interessierten. „Die Zahl hat sich verdoppelt, es gibt einen Stamm von zehn, zwölf Jugendlichen, die jetzt regelmäßig kommen, sagt Kluge. Sie hatte dem Ausschuss ein Programm vorgestellt, das offensichtlich bei den Heranwachsenden ankommt. Sobald das Wetter besser wird, soll demnächst die Aktion „Das Magie House wird bunt" anlaufen. Dabei soll an einem Extra-Tag (Freitag) die Außenanlage des Refugiums aufgepeppt werden. Anschließend wird zur Belohnung gegrillt.
„Manche sagen: Das wird doch sowieso wieder zerstört", erzählt die Jugendpflegerin. Doch Kluge versucht, die Jugendlichen positiv zu stimmen. Auch wenn die Teilnehmer, die meisten mit Migrationshintergrund, manchmal zweifeln, ob solche Projekte von Dauer sind, seien sie durchaus motiviert. Sie erkläre ihnen, dass man nur etwas erreichen könne, wenn man seine Ideen auch umsetzte. So will die diplomierte Sozialpädagogin ihren Schützlingen auch das Jugendparlament nahe bringen, dass sich in der Samtgemeinde Rodenberg demnächst konstituieren wird.
Einfach werde das nicht. „Die Jugendlichen haben manchmal das Gefühl, dass sie nicht wichtig sind", sagt Kluge. Der Wille zur Mitbestimmung müsse aber trotzdem von den Jugendlichen selbst kommen, meint sie. Sie vermittele deshalb die Bedeutung der politischen Partizipation. „Politische Bildung ist sehr, sehr wichtig für die Jugendlichen. Sie sehen dann, wie viel Einfluss sie haben rönnen", meint die Jugendpflegerin, die das den Besuchern im „Magie House Schritt für Schritt beibringen will.
Kluge kann sich deshalb vorstellen, die eine oder andere Versammlung des Jugendparlaments mit den Jugendlichen zu besuchen. Vielleicht würden diese dann motiviert, eigene Wünsche zu formulieren. Von dem Personenkreis, der sich im „Magie House" an der Suntalstraße trifft, soll unabhängig davon aber auch ein Jugendrat gebildet werden. Dieser soll die Arbeit und die Angebote der Einrichtung mitgestalten. bab

     
     
 

Zurück zum Pressespiegel