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Die Zahl der Jugendlichen, die das
Angebot der städtischen Jugendpflege wahrnehmen, hat sich verdoppelt. Die
Jugendlichen nutzen verstärkt die unterschiedlichen Angebote im „Magie
House". Sobald das Wetter besser wird, werden die Jugendlichen die
Außenanlagen vom „Magie House" verschönern. Die neue Jugendpflegerin Tanja
Kluge denkt auch an eine Zusammenarbeit mit dem neu zu konstituierenden
Jugendparlament in der Samtgemeinde Rodenberg.
RODENBERG. „Der Bedarf ist da", beurteilt
Kluge die Situation in Bodenberg, Programme für Jugendliche anzubieten, die
nicht in Vereinen oder anderen Zusammenhängen organisiert sind. „Die
Jugendlichen würden auch ein häufigeres Angebot annehmen", glaubt sie.
„Finanziell ist das aber momentan für die Stadt nicht drin", beurteilt Kluge
die Situation. Dienstags- und donnerstags nachmittags ist das „Magie House
für die Jugendlichen offen.
Als Kluge ihren Job antrat, konnte sie dem Ausschuss für Jugend, Sport,
Kultur und Heimatpflege des Rates der Stadt nur sechs Jugendliche nennen,
die sich für das städtische Angebot interessierten. „Die Zahl hat sich
verdoppelt, es gibt einen Stamm von zehn, zwölf Jugendlichen, die jetzt
regelmäßig kommen, sagt Kluge. Sie hatte dem Ausschuss ein Programm
vorgestellt, das offensichtlich bei den Heranwachsenden ankommt. Sobald das
Wetter besser wird, soll demnächst die Aktion „Das Magie House wird bunt"
anlaufen. Dabei soll an einem Extra-Tag (Freitag) die Außenanlage des
Refugiums aufgepeppt werden. Anschließend wird zur Belohnung gegrillt.
„Manche sagen: Das wird doch sowieso wieder zerstört", erzählt die
Jugendpflegerin. Doch Kluge versucht, die Jugendlichen positiv zu stimmen.
Auch wenn die Teilnehmer, die meisten mit Migrationshintergrund, manchmal
zweifeln, ob solche Projekte von Dauer sind, seien sie durchaus motiviert.
Sie erkläre ihnen, dass man nur etwas erreichen könne, wenn man seine Ideen
auch umsetzte. So will die diplomierte Sozialpädagogin ihren Schützlingen
auch das Jugendparlament nahe bringen, dass sich in der Samtgemeinde
Rodenberg demnächst konstituieren wird.
Einfach werde das nicht. „Die Jugendlichen haben manchmal das Gefühl, dass
sie nicht wichtig sind", sagt Kluge. Der Wille zur Mitbestimmung müsse aber
trotzdem von den Jugendlichen selbst kommen, meint sie. Sie vermittele
deshalb die Bedeutung der politischen Partizipation. „Politische Bildung ist
sehr, sehr wichtig für die Jugendlichen. Sie sehen dann, wie viel Einfluss
sie haben rönnen", meint die Jugendpflegerin, die das den Besuchern im
„Magie House Schritt für Schritt beibringen will.
Kluge kann sich deshalb vorstellen, die eine oder andere Versammlung des
Jugendparlaments mit den Jugendlichen zu besuchen. Vielleicht würden diese
dann motiviert, eigene Wünsche zu formulieren. Von dem Personenkreis, der
sich im „Magie House" an der Suntalstraße trifft, soll unabhängig davon aber
auch ein Jugendrat gebildet werden. Dieser soll die Arbeit und die Angebote
der Einrichtung mitgestalten. bab |