|
Schaumburger Nachrichten vom 02.04.2008 |
||
|
Der Abschied fällt schwer Der gemeinsame Schulförderverein Rodenberg löst sich nach 42 Jahren auf |
||
|
Relativ unspektakulär hat sich der Förderverein der Rodenberger Schulen Nach 42 Jahren mit einem einstimmigen Votum aufgelöst. Obwohl die letzte Sitzung formal und unsentimental verlief, hat Stadtschulleiterin Brigitte Naber zum Schluss dem Verein ein besondere Stellung bescheinigt. RODENBERG. „Ich fühle mich
fast ein bisschen fehl am Platze", sagte Rektorin Brigitte Naber
entschuldigend. Da sie erst seit einem Jahr an der Schule sei, habe sie die
Bedeutung des Vereins nur Nm Rande mitbekommen. Sie überkomme aber „ein
bisschen Wehmut". „Weil ich hier einen Förderverein kennen gelernt habe, der
so ganz anders war als alle, die ich sonst kennen gelernt habe." Sie habe
gespürt, dass der Verein geschichtsträchtig war und Gewicht hatte. Neu sei
für sie auch gewesen, dass die Schulleitungen Mitglied im Vorstand waren. |
|
|
|
Sie lobte auch den finanziellen Einsatz, der esschon schwer, sich von diesem Verein zu verabschieden." Naber stimmte aber Grundschulleiterin Brigitta Doering zu, die trotz dieses Hintergrunds begründete, dass Eltern beziehungsweise Fördervereinsmitglieder inzwischen eine stärkere Identifikation mit der einen Schule ihrer Kinder wünschen. Doering dankte deshalb dem aufgelösten Vorstand für das Verständnis, dass sich schulspezifische Fördervereine gründen wollen. Sowohl in der Grundschule als auch in der Stadtschule
sind bereits Vorkehrungen dazu getroffen. Das teilte der letzte Vorsitzende
des Gesamtfördervereins, Wilfried Mühlenhoff, mit. Die Grundschule habe
bereits seit einiger Zeit ohne Wissen des Vereins mit der Gründung begonnen.
Auch die Stadtschule habe nun nachgezogen. Die Schulleiterinnen bestätigen
das. Auch Personalien stehen bereits fest. Im gegründeten
„Elternförderverein der Julidus-Rodenberg-Schule" habe Jens-Peter Plattner
den Vorsitz inne. Geschäftsführerin sei Antje Brettin-Stock. Im „Verein zur
Förderung der Stadtschule", der sich vergangene Woche gegründet habe, ist
Ute Engelstädter die neue Vorsitzende. Der letzte Geschäftsführer des
aufgelösten Vereins, Heiko Seger, ist dort ebenfalls Geschäftsführer. Seger
ist außerdem in der letzten Mitgliederversammlung des aufgelösten Vereins
zum Liquidator gewählt worden. Der Verein müsse ein so genanntes „Sperrjahr"
verstreichen lassen, so Mühlenhoff. In diesem müssen eventuelle Forderungen
Dritter erfüllt werden können. Der Verein muss auch juristisch noch
abgewickelt werden. Dafür ist Seger zuständig. Seinem direkten Vorgänger
Michael Bödeker, von dem er im vergangenen Herbst das Amt übernahm, tut er
damit einen Gefallen. „Du würdest wohl nicht gerne den Verein auflösen",
vermutete er mit dessen Zustimmung. „Da bin ich froh, dass ich dir das
abnehmen kann", sagte Seger zu seinem Vorgänger, der länger als 20 Jahre
Geschäftsführer war und dem Verein seit 1974 angehörte.
|
||
|
ÜBER NEUE VEREINE WIRD INFORMIERT Schulleitungen hoffen auf Zuspruch Die Schulleitungen der Julius-Rodenberg-Schule und der Stadtschule hoffen, dass die neuen Vereine auch die Zustimmung erfahren, die der alte Verein hatte. Bei den Gründungsveranstaltungen war in der Grundschule rund ein Dutzend Förderer anwesend, bei der Stadtschule haben sich acht Unterstützer zusammengefunden. Stadtschulrektorin Brigitte Naber hofft, den Verein „auch mit viel Herzblut zu füllen" ebenso wie Grundschulleiterin Brigitta Doering. Über die weiteren Schritte werden sie die Öffentlichkeit demnächst informieren, wenn die Vereine konstituiert sind. bab |
||