Schaumburger Wochenblatt vom 20.08.2008

 


Die Stadtschule verändert ihr Gesicht

Umfangreiche Baumaßnahmen laufen auf vollen Touren /
 Raumangebot jetzt auch „IGS- tauglich"

 

 

RODENBERG (pd). Wenn morgen die Schüler der Stadtschule wieder das Gebäude an der Suntalstraße betreten, werden sie ohne Zweifel bemerken, dass sich In sechs Wochen Sommerferien dort einiges getan hat. Obwohl die großen Baufahrzeuge pünktlich zum Schuljahresbeginn abgezogen sein werden, gehen die Bauarbeiten am und Im Gebäude weiter. Ziel ist in erster Linie, weitere Unterrichtsräume für die fünften und sechsten Klassen zu schaffen, der derzeit noch an der Julius-Rodenberg-Schule ausgelagert sind. Alle Klassen der Haupt- und Realschule sollen Schritt für Schritt zusammengeführt werden.
Ganz nach Plan laufen die Arbeiten, so der verantwortliche Architekt des Planungsbüros „freiformarchitekten" aus Obernkirchen. Marcus Ballosch und sein Kollege Oliver Harmening betreuen im Auftrag des Landkreises die umfangreichen An- und Umbaumaßnahmen an der Stadtschule und freuen sich, den Zeitplan bislang einhalten zu können. In den Sommerferien sind die groben Rohbaumaßnahmen erledigt worden. Damit die Schüler ihren Pausenhof uneingeschränkt nutzen können, werden die 160 Tonnen- Kräne bis morgen früh ebenso verschwunden sein wie die großen Metallplatten, die den Boden des Schulhofes geschützt haben. Die Aufstockungsarbeiten im ersten und zweiten Obergeschoss gehen unvermindert weiter. Fassadenelemente und Fenster werden mit Tiefladern vorgefertigt angeliefert. Auch der Innenausbau steht jetzt an. Im Erdgeschoss wandern vier kleinere Klassenräume von der Süd- auf die Nordseite
Dort, wo zuvor Lehrerzimmer und Bibliothek
zu finden waren, entstehen neue Klassenräume. Aus den kleineren Räumen im Süden werden das neue Lehrerzimmer und die Bücherei sowie ein neuer Mensa-Trakt. Dafür wird auch die breite Schulstraße hin zum Forum schmaler gemacht. Im ersten Obergeschoss entsteht ein neuer EDV-Raum. In diesem Bereich sowie im zweiten Obergeschoss werden Räume umstrukturiert oder ganz neu geschaffen. Die Toiletten im ersten Obergeschoss werden wieder gangbar gemacht. Die Arbeiten im Erdgeschoss sollen am Ende der Herbstferien abgeschlossen sein. Im ersten Obergeschoss soll bis Weihnachten alles erledigt sein. Und Ostern 2009, so hoffen die Planer und Schulleiterin Brigitte Naber, sollten auch die letzten Bauhandwerker das dann fertige Gebäude verlassen haben. Der Zeitplan ist über auch abhängig vom Fortgang der Arbeiten am Schulgebäude an der Langen Straße. Auch hier sind große Umstrukturierungsmaßnahmen zu erwarten. Die Förderschule am Deister wird ihren Standort Bad Nenndorf zugunsten von Rodenberg aufgeben. Wenn die Fünft- und Sechstklässler von der ehemaligen Orientierungsstufe zur Stadtschule umgezogen sind, können die umfangreiche Bauarbeiten am Gebäude der Julius-Rodenberg-Schule beginnen. „Das muss eng ineinander greifen", so Architekt Marcus Ballosch.
Nicht nur baulich, auch inhaltlich stehen an der Rodenberger Stadtschule an der Suntalstraße die Zeichen auf Veränderung. Die Schule hat sich längst für die Einrichtung einer IGS empfohlen und derzeit ist die Schulleiterin auch „sehr optimistisch", was die Realisierung dieser Pläne betrifft. So  lange noch nichts Schriftliches vorliegt, möchte sie sich natürlich nicht zu sehr festlegen dennoch überwiegt bei ihr mehr als vorsichtige Zuversicht. Eifrig sind derzeit spezielle Gruppen an der Schule beschäftigt, den Einstieg In eine Gesamtschule vorzubereiten. Froh ist Brigitte Naber, dafür auch aktuell Verstärkung durch eine Gymnasiallehrerin bekommen
zu hauen, die ihre Mitarbeit in einer noch offiziell zu bestellenden Planungsgruppe zugesagt hat. „Mit Blick auf den Standort und die Konzepte, die hier entwickelt wurden und in der nächsten Zukunft noch weiter reifen bin ich sicher, dass die Einführung einer IGS richtig ist", so Brigitte Naber. Wichtig ist für sie aber auch, dass parallel dazu die anderen Schulformen nach wie vor mit vorgehalten werden müssen. „Die Kollegen und ich sind bereit, uns auf etwas Neues einzulassen", unterstreicht die Schulleiterin. Im Herbst werde sich der Landkreis erklären, welcher Standort im Landkreis für die Einrichtung einer IGS in Frage käme, so die Einschätzung der Schulleiterin.                        Foto:pd

  Architekt Marcus Ballosch und Schulleiterin Brigitte Naber
vor Umbauplänen.
Die schweren Kräne sollen bis zum Schulbeginn
morgen verschwunden sein

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