Schaumburger Nachrichten vom 27.11.2008

  Ganztags-IGS: "Etwas verwirrte Eltern

Stadtschulleiterin hofft auf Bewilligung einer „teilweise offenen Ganztagsschule"

 

Die Stadtschule Rodenberg hat ihr Konzept zur teilweise offenen Ganztagsschule beim Kultusministerium eingereicht. Die Befürchtungen, das Land könnte wegen zusätzlich benötigter Lehrerstellen Ganztagsschulen nicht zulassen (SN berichteten), gibt es dort auch. Da die Stadtschute aber bereits Nachmittagsangebote hat, hoffen Lehrer und Eltern darauf, ihr Konzept durchzubringen.

RODENBERG. Noch lässt Stadtschulrektorin Brigitte Naber sich nicht beirren. „Es ist überhaupt noch nichts entschieden", sagt sie zum Konzept der Rodenberger Schule, die IGS werden will und dann an drei Tagen in der Woche Nach
mittagsunterricht anbieten möchte, an einem weiteren' Tag freiwillige AGs. Den entsprechenden Antrag hat sie mit der Hoffnung auf einen positiven Entscheid an das Kultusministerium geschickt.
Der Antrag beinhaltet das Konzept, das die Schule mit der Planungsgruppe ausgearbeitet hat und als Grundlage die „teilweise offene Ganztagsschule mit gebundenen Ganztagsangeboten" vorsieht. Zum integrierten Konzept gehöre auf jeden Fall, „das Fachunterricht oder freie Projektarbeit stattfindet, die konzeptionell gekoppelt ist an den Unterricht am Vormittag", so Naber. „Dann brauche ich auch mehr Lehrerstunden", gibt sie zu. Wie viele das genau sein müssen, könne sie schwer sagen. Da Rodenberg bisher auch schon Ganztagsangebote gemacht hat, „wäre das vielleicht eine Stelle", denkt Naber, will sich aber nicht festlegen.
Der stellvertretende Elternratsvorsitzende Lutz Miettinen will genauso wie Naber den Entwurf für den Unterricht umsetzen. „Das sind gute Konzepte und schlüssige Konzepte", sagt er. „Es muss auf jeden Fall an dem Ganztagskonzept festgehalten werden." Der Vater einer Viertklässlerin hat am Dienstag einen Elternabend besucht und nach den letzten Nachrichten aus dem Kultusministerium dort „etwas verwirrte Eltern" erlebt. Diese wollten auf jeden Fall die Ganztagsschule, sagt der Elternratsvertreter. Er hat inzwischen ans Kultusministerium und an die Landesschulbehörde de geschrieben. „Es darf nicht sein", sagt Miettinen, dass das Konzept begraben werde und sich das Versprechen der Landesregierung als „Mogelpackung" herausstelle.
Naber hofft, mit ihrem Antrag auf eine „teilweise offene Ganztagsschule" Erfolg zu haben. Die Form, die Rodenberg für den Nachmittagsunterricht gewählt hat, sei auf jeden Fall die pädagogisch sinnvolle Variante und diene zur Profilbildung der Schüler. Die Konzeption sieht montags von 14.05 bis 15.40 Uhr Fachunterricht vor, dienstags liegen in diesen Stunden freiwillige AGs, mittwochs verbindliche AGs und donnerstags Freiarbeitsstunden.  bab

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