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Die Stadtschule Rodenberg
hat ihr Konzept zur teilweise offenen Ganztagsschule beim Kultusministerium
eingereicht. Die Befürchtungen, das Land könnte wegen zusätzlich benötigter
Lehrerstellen Ganztagsschulen nicht zulassen (SN berichteten), gibt es dort
auch. Da die Stadtschute aber bereits Nachmittagsangebote hat, hoffen Lehrer
und Eltern darauf, ihr Konzept durchzubringen.
RODENBERG. Noch lässt Stadtschulrektorin Brigitte Naber sich nicht
beirren. „Es ist überhaupt noch nichts entschieden", sagt sie zum Konzept
der Rodenberger Schule, die IGS werden will und dann an drei Tagen in der
Woche Nach
mittagsunterricht anbieten möchte, an einem weiteren' Tag freiwillige AGs.
Den entsprechenden Antrag hat sie mit der Hoffnung auf einen positiven
Entscheid an das Kultusministerium geschickt.
Der Antrag beinhaltet das Konzept, das die Schule mit der Planungsgruppe
ausgearbeitet hat und als Grundlage die „teilweise offene Ganztagsschule mit
gebundenen Ganztagsangeboten" vorsieht. Zum integrierten Konzept gehöre auf
jeden Fall, „das Fachunterricht oder freie Projektarbeit stattfindet, die
konzeptionell gekoppelt ist an den Unterricht am Vormittag", so Naber. „Dann
brauche ich auch mehr Lehrerstunden", gibt sie zu. Wie viele das genau sein
müssen, könne sie schwer sagen. Da Rodenberg bisher auch schon
Ganztagsangebote gemacht hat, „wäre das vielleicht eine Stelle", denkt
Naber, will sich aber nicht festlegen.
Der stellvertretende Elternratsvorsitzende Lutz Miettinen will genauso wie
Naber den Entwurf für den Unterricht umsetzen. „Das sind gute Konzepte und
schlüssige Konzepte", sagt er. „Es muss auf jeden Fall an dem
Ganztagskonzept festgehalten werden." Der Vater einer Viertklässlerin hat am
Dienstag einen Elternabend besucht und nach den letzten Nachrichten aus dem
Kultusministerium dort „etwas verwirrte Eltern" erlebt. Diese wollten auf
jeden Fall die Ganztagsschule, sagt der Elternratsvertreter. Er hat
inzwischen ans Kultusministerium und an die Landesschulbehörde de
geschrieben. „Es darf nicht sein", sagt Miettinen, dass das Konzept begraben
werde und sich das Versprechen der Landesregierung als „Mogelpackung"
herausstelle.
Naber hofft, mit ihrem Antrag auf eine „teilweise offene Ganztagsschule"
Erfolg zu haben. Die Form, die Rodenberg für den Nachmittagsunterricht
gewählt hat, sei auf jeden Fall die pädagogisch sinnvolle Variante und diene
zur Profilbildung der Schüler. Die Konzeption sieht montags von 14.05 bis
15.40 Uhr Fachunterricht vor, dienstags liegen in diesen Stunden freiwillige
AGs, mittwochs verbindliche AGs und donnerstags Freiarbeitsstunden.
bab |