Schaumburger Nachrichten vom 29.11.2008

  Viele Wunschzettel und
fliegende Lampions für die Menschenrechte

„Bad Nenndorf ist bunt" in der Stadtschule

 

Mit dem Projekt „Eine Welt für Alle - Vielfalt tut gut" hat sich die Stadtschule Rodenberg an der Veranstaltungsreihe „Bad Nenndorf ist bunt" beteiligt. Die Menschenrechte standen dabei im Mittelpunkt.

RODENBERG. „Engel können fliegen, weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen", steht hinter dem Türchen eines Adventskalenders. Lehrerin Ramona Kuijper hat mit ihrer Klasse die Kalender gebastelt. Die Sinnsprüche hinter den Türchen machen Mut. Doch die Präsentation des Projekts „Eine Welt für alle" im Forum der Stadtschule löst bei den Besuchern auch andere Gefühle aus. Bilder von Kindersoldaten und von Opfern der Todesstrafe hängen auch an den Stellwänden. Mit ihrem Projekt zeigen die Schüler, dass es weltweit täglich zigfache Verstöße gegen die Menschenrechte gibt. Den Fotos auf den Stellwänden, die die grausame Realität wiedergeben, setzen die Schüler ihre Hoffnungen entgegen. Jede Klasse hat eine so genannte Sky-Laterne bekommen, auf die sie einen Wunsch schreibt.
 

 

 Linda Scholz, Max Werner, Katharina Frenzel,
Theresa Feuerhake, Milena Weigel und Ursula Winter
 am „Miteinanderbaum", an dem viele Wünsche
zu Menschenrechten hängen.   
Jakobs
 

"Alle Kinder sollen glücklich und gesund sein ", haben Jasmina Adler und Melica Stankovic geschrieben. Die Schüler versammeln sich vor der Schule, zünden die Brennklötzchen in den Lampions an, lassen ihre Wünsche gen Himmel fliegen. Rektorin Brigitte Naber sagt, es sei wichtig gewesen, den Fokus auch auf Menschenrechtsverletzungen zu legen, die die notwendigsten Bedürfnisse insbesondere auch von Kindern betreffen. Das Recht auf Bildung und gesunde Ernährung beispielsweise. Die Rodenberger Schüler würden aber auch erkennen, „dass man hier in gewisser Weise privilegiert lebt". „Eine Welt für alle" bedeute zudem, auch voneinander, von anderen Kulturen zu lernen.
Um das zu symbolisieren hat Nabers Kollegin Ursula Winter mit ihren Schülern einen kunterbunten „Miteinanderbaum" gebaut. Dessen Arme weisen in alle Himmelsrichtungen. Auch dort brachten Schüler Blätter mit ihren Wünschen an. Zusammen mit Sieglinde Meyer ist Winter die Projektverantwortliche. Die Themen haben sich die Schüler selbst ausgesucht. Von Kinderarbeit über Todesstrafe, Sklaverei und Diskriminierung bis zu Menschenrechten und Olympia 2008 reichten die Felder. bab

Weiterlesen:

"Aktuelles"

Zurück zum Pressespiegel