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Vier Tage lang hat sich
der Kurpark rund um die Musikmuschel in ein Weihnachtswunderland verwandelt.
Dicht gedrängt tummelten sich Gäste aus Nah und Fern um die festlich
geschmückten Holzbuden, genossen Bratäpfel, Glühwein und eine ganz besondere
Bescherung vom Osterhasen. „Wer einmal dabei war, kommt immer wieder", lobte
Marion Jost aus Bokeloh das gemütliche Ambiente und das abwechslungsreiche
Programm.
BAD NENNDORF. Strahlende Kinderaugen im Nostalgie-Karussell, eine
Hüttenstadt im Lichterglanz, weihnachtliche Gerüche und Düfte überall: Beim
Weihnachtsmarkt gab es manch Zauberhaftes zu bestaunen sowie einen
„himmlischen" Aufruhr am Sonnabend.
„Katastrophe", riefen vier Engel in Panik, „der Weihnachtsmann ist weg."
Während sich einige Kinder schon ängstlich fragten, wer denn jetzt die
Geschenke bringt, setzten die zwölf Powerkids aus Algesdorf auf der Bühne
Himmel und Erde in Bewegung, um für Ersatz zu sorgen. Knecht Ruprecht konnte
nicht weiterhelfen, blieb nur der Osterhase. Dieser weilte zwar gerade im
wohlverdienten Strandurlaub, wollte die Kinder aber nicht im Stich lassen
und tauschte die Sonnenbrille mit der Weihnachtsmütze.
Nach dieser überraschenden Bescherung servierten die Bläserklassen de
Gymnasiums musikalische Leckerbissen vor großem Publikum. Mindestens eben so
groß war die Fangemeinde von „Bi Mama & the golden six" gestern Abend „Dann
platzt hier immer alles aus alle Nähten", freute sich Irmela Böttcher au den
musikalischen Höhepunkt und da gemütliche Beisammensein mit Nach barn.
„Klein aber fein", dieses Prädikat zeichne diesen Weihnachtsmarkt aus.
Nachmittags sangen und klatschte Kinder vor der Bühne mit zunehmen geröteten
Wangen begeistert mit und übertönten ihren Unterhalter „Rollo" Die Kälte
vergaßen auch erwachsen Besucher schnell. Bei Glühwein und Eierpunsch kamen
im Weihnachtsdorf Einheimische und Gäste schnell ins Gespräch. „Gern auch
mal auf platt" schwärmt Harald Osterkamp aus Langenhagen. Hartmut Hüser,
Finanzmanager bei der örtlichen Postbank, kam mit dem Ausschank kaum nach,
so groß war die Nachfrage. „Wir sind sehr zufrieden", lautete dessen Fazit.
In der festlich dekorierten Wandelhalle präsentierten Kunsthandwerke
„Technik mit Holz", Gestecke und Schmuck. Zudem zeigten Glasbläser ihr
Können. |
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Publikumsmagnet war erneut die
Modelleisenbahn der Stadtschule, die auf der Bühne förmlich belagert wurde.
Besonders die Väter seien oftmals nur schwer wieder wegzukriegen, erzählte
Marius Lockemann, der die Landschaft mit Lehrer Wolfgang Schaper und der
zehnköpfigen Arbeitsgemeinschaft betreute.
„Der Renner sind Birkenmänner", berichtet Christine Cronjäger in der
Bastelecke der SPD-Frauen, die sich bestens etabliert hat. Die Vorsitzende
freute sich über zahlreiche Stammgäste: „Viele Kinder sind förmlich mit uns
aufgewachsen." Die dreijährige Sofia werkelte mit Akribie an einem Engel für
die Mama, die sich wiederum freute, mit dem Erlös der Tierstation zu helfen.
Nebenan versammelten sich junge Zuhörer auf den Strohballen um
Märchenerzählerin Rita Maria Fröhle. Deren Besucherzahlen sind nach
schwachem Start von Tag zu Tag gestiegen. Eine Tendenz, die viele Aussteller
bestätigten. Illumination von Brunnentempel und Bäumen sowie die Feuershow
mit dem Theater Hochkant taten ihr Übriges zur unverwechselbaren Atmosphäre.
„Wir kommen immer wieder gern nach Bad Nenndorf", schwärmte Marion Jost, die
mit Ehemann und Enkelkind die „sagenhafte Vielfalt" genoss. Zwischen
Spielzeug, Kerzen, Tee und Geschenkartikeln wurde so ziemlich jeder für den
heimischen Gabentisch fündig und Verließ reichlich bepackt, mit vollem
Bauch und einer
Gewissheit den Kurbark: Wenn Heiligabend das
Glöckchen läutet, steht in Bad Nenndorf der Osterhase vor der Tür. tes |