Schaumburger Nachrichten vom 10.02.2009

   
  Häusliche Arbeit und sinnvolle Freizeit

Stadtschule veranstaltet Präventionstage für die fünften bis zehnten Klassen
 
 

 

Blitzblanke Fenster: Arne Reese-Rohrsen und sein Mitschüler Tim Robert Hohmeier testen ihre Alltagstauglichkeit.
 

 

Abgestimmt auf die Jahrgangsstufen hat die Stadtschule zum dritten Mal die Präventionstage ausgerichtet. Für die Angebote hat die Schule auch externe Referenten hinzugezogen.

RODENBERG. Um das gegenseitige Kennen lernen ging es bei den fünften Klassen. Unter der Überschrift „Wir sind eine Klasse" starteten die Schüler in die Präventionswoche. „Es geht darum, dass sie als Klasse zusammenwachsen", erklärte Schulsozialarbeiterin Ulrike Polke. „Je besser sich die Schüler gegenseitig kennen, desto besser können sie auch gemeinsam lernen."
Sexualpädagogik stand im sechsten Jahrgang auf dem außerordentlichen Stundenplan. Die siebten Klassen beschäftigten sich mit Konflikttraining und die achten mit Suchtprävention. Berufsorientierung und Lebensplanung war in Jahrgang neun das Thema und die zehnten Klassen trainierten Kommunikation und beschäftigten sich mit den Vorbereitungen auf die anstehenden Prüfungen.
Etliche Workshops wurden zu den verschiedenen Themen angeboten. „Wir hatten ein vielfältiges Angebot in allen Bereichen, viele Referenten haben mit uns zusammengearbeitet", so Polke. Sie selbst verlangte von den Schülern der neunten Klassen einen kleinen Test. „Wie alltagstauglich bist du wirklich?", wollte die Schulsozialarbeiterin wissen. Die Schüler mussten ihr Geschick im Fensterputzen, Bügeln und Wäsche zusammenlegen beweisen. Arne Reese-Rohrsen und Tim Robert Hohmeier putzten die Schulfenster so blitzblank, dass Polke zufrieden feststellte: „Die dürfen auf jeden Fall zu mir nach Hause kommen und weiter putzen."
Im achten Jahrgang ging es nicht um Hausarbeit, sondern um Freizeit. Denn zur Suchtprävention gehöre auch, dass die Schüler mit sinnvollen Beschäftigungen ihre Freizeit verbringen. „Das ist die beste Prävention", sagte Polke. Zu dem Konzept der Präventionstage gehöre es außerdem, dass bei bestimmten Themen Jungen und Mädchen getrennt voneinander ihre Erfahrungen oder Probleme mit Referenten oder Lehrern des jeweils gleichen Geschlechts besprechen können. Unter den Teilnehmern des Babysimulation-Projekts (SN berichteten) sind sich beide Geschlechter einig: Eigene Kinder wollen sie nicht so schnell bekommen. Die jungen Teilnehmer an dem Versuch sind drei Tage lang Elternpflichten nachgegangen und haben ihre computergesteuerten Puppen versorgt. Die Strapazen nach den unruhigen Nächten war ihnen anzumerken. Das Kinderkriegen habe noch Zeit. Auch wenn- sie sich an ihre Adoptivkinder bereits ein wenig gewöhnt hatten, sei es richtig anstrengend mit einem Säugling. bab

   

 SN vom 05.02.2009

   

SW vom 18.02.2009

      SW vom 18.02.2009
      Präventionstage 2009
 

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