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Abgestimmt auf die
Jahrgangsstufen hat die Stadtschule zum dritten Mal die Präventionstage
ausgerichtet. Für die Angebote hat die Schule auch externe Referenten
hinzugezogen.
RODENBERG. Um das gegenseitige Kennen lernen ging es bei den fünften
Klassen. Unter der Überschrift „Wir sind eine Klasse" starteten die Schüler
in die Präventionswoche. „Es geht darum, dass sie als Klasse
zusammenwachsen", erklärte Schulsozialarbeiterin Ulrike Polke. „Je besser
sich die Schüler gegenseitig kennen, desto besser können sie auch gemeinsam
lernen."
Sexualpädagogik stand im sechsten Jahrgang auf dem außerordentlichen
Stundenplan. Die siebten Klassen beschäftigten sich mit Konflikttraining und
die achten mit Suchtprävention. Berufsorientierung und Lebensplanung war in
Jahrgang neun das Thema und die zehnten Klassen trainierten Kommunikation
und beschäftigten sich mit den Vorbereitungen auf die anstehenden Prüfungen.
Etliche Workshops wurden zu den verschiedenen Themen angeboten. „Wir hatten
ein vielfältiges Angebot in allen Bereichen, viele Referenten haben mit uns
zusammengearbeitet", so Polke. Sie selbst verlangte von den Schülern der
neunten Klassen einen kleinen Test. „Wie alltagstauglich bist du wirklich?",
wollte die Schulsozialarbeiterin wissen. Die Schüler mussten ihr Geschick im
Fensterputzen, Bügeln und Wäsche zusammenlegen beweisen. Arne Reese-Rohrsen
und Tim Robert Hohmeier putzten die Schulfenster so blitzblank, dass Polke
zufrieden feststellte: „Die dürfen auf jeden Fall zu mir nach Hause kommen
und weiter putzen."
Im achten Jahrgang ging es nicht um Hausarbeit, sondern um Freizeit. Denn
zur Suchtprävention gehöre auch, dass die Schüler mit sinnvollen
Beschäftigungen ihre Freizeit verbringen. „Das ist die beste Prävention",
sagte Polke. Zu dem Konzept der Präventionstage gehöre es außerdem, dass bei
bestimmten Themen Jungen und Mädchen getrennt voneinander ihre Erfahrungen
oder Probleme mit Referenten oder Lehrern des jeweils gleichen Geschlechts
besprechen können. Unter den Teilnehmern des Babysimulation-Projekts (SN
berichteten) sind sich beide Geschlechter einig: Eigene Kinder wollen sie
nicht so schnell bekommen. Die jungen Teilnehmer an dem Versuch sind drei
Tage lang Elternpflichten nachgegangen und haben ihre computergesteuerten
Puppen versorgt. Die Strapazen nach den unruhigen Nächten war ihnen
anzumerken. Das Kinderkriegen habe noch Zeit. Auch wenn- sie sich an ihre
Adoptivkinder bereits ein wenig gewöhnt hatten, sei es richtig anstrengend
mit einem Säugling. bab |