Schaumburger Nachrichten vom 22.05.2009

   
 

Rodenberg / Landkreis übergibt Erweiterungsbau

Ausbau ist fertig, aber schon wieder fehlt Platz

Landkreis übergibt Erweiterungsbau der Stadtschule Rodenberg /
Trotzdem sind mobile Klassenzimmer nötig
 

 
 

Eine ganz neue Perspektive von ihrer Schule bekommt Rektorin Brigitte Naber von Landrat Heinz-Gerhad Schöttelndreier als Foto zum Abschluss des Umbaus der Stadtschule geschenkt. (Jakobs)

 


Rodenberg. Priorität für die Schaumburger Schulen symbolisiert für Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier der Umbau der Stadtschule in Rodenberg und die Investitionen in Förderschule und Kreissporthalle. Den Erweiterungsbau der Stadtschule in apfelgrün übergab der Kreis am Dienstag bei einer Feierstunde.

„Welcher Schulträger ist sonst noch in der Lage, so zu klotzen, wie wir das hier tun?“, fragte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier bei der Feier zum Abschluss der Bauarbeiten an der Stadtschule. Der Chef der Kreisverwaltung summierte beeindruckende Millionenprojekte, die an dem Schulstandort umgesetzt werden. Mehr als sieben Millionen Euro investiere der Kreis in Rodenberg. Der Umbau an der Julius-Rodenberg-Schule für den Einzug der Förderschule und der Neubau einer Kreissporthalle zeigen ebenso wie der Umbau der Stadtschule für Schöttelndreier, dass der Landkreis die Priorität auf Schule und Bildung setze.

In den Umbau der Stadtschule habe der Kreis 2,4 Millionen Euro investiert und damit sei die Modernisierung noch nicht zu Ende. Schöttelndreier versprach, zusätzlich 320 000 Euro in die Modernisierung der Fachunterrichtsräume zu stecken. Obwohl der Umbau der Stadtschule acht neue Unterrichtsräume, zwei zusätzliche Gruppenräume, einen neuen Fachunterrichtsraum und ein Beratungslehrerzimmer gebracht hat, reichen die Kapazitäten noch nicht aus. Das ergebe sich unter anderem durch die Landesvorgabe, das die neue IGS fünfzügig zu sein habe. „Das schafft jetzt schon weder Raumprobleme und Raumbedarf“, so Schöttelndreier. Als Abhilfe würden drei Containerklassen aufgestellt, die sich im Inneren durch nichts von normalen Unterrichtsräumen unterschieden.

Schöttelndreier will in der Fünfzügigkeit der IGS keinen Dauerzustand sehen und setzt bei der Behebung der Raumnot deshalb auf mobile Klassen. Er betonte, „dass wir als Schulträger für die Abschaffung der Fünfzügigkeit kämpfen werden“ und für die Einrichtung einer weiteren IGS eintreten. „Wir haben 180 Plätze zu wenig“, sagte er über den Bedarf an IGS-Plätzen.
Auch Stadtschulleiterin Brigitte Naber erkennt das Engagement des Kreises beim Umbau als Zeichen, dafür, dass dem Kreis Schule, Schüler und Schulentwicklung wichtig sind. Außerdem lobte sie die Zusammenarbeit und den Verlauf der Maßnahme. „Ich habe in Hannover auch schon eine Schule mit umgebaut, da liefen die Dinge etwas anders." Ebenso wie Schöttelndreier lobte sie Planer und Handwerker.
Beim Schulrundgang mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Institutionen und Betrieben, war zu sehen, dass noch die eine oder andere kleinere Baumaßnahme ansteht. Die neuen Räume sind aber bezugsfertig. Die fünften und sechsten Klassen haben unter Leitung von Marlies Berndt-Büschen bereits ihre Außenstelle an der Grundschule verlassen und sind an die Suntalstraße gezogen. Außen und innen ist die neue tragende Farbe apfelgrün. Freundlich und hell präsentiert sich der Erweiterungsbau den neuen Generationen, die ab Sommer als IGS-Schüler dort unterrichtet werden. Ein neuer Abschnitt, der die die Veränderung der äußeren und inneren Architektur symbolisiert, meint die Schulleiterin. bab
 

     

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