Schaumburger Nachrichten vom 09.06.2009

   
 

Rodenberg / BBS und Stadtschule kooperieren

Win-win-Situation in Schule und Beruf

 

Rodenberg. Die Stadtschule und die BBS Stadthagen haben ihre Zusammenarbeit besiegelt. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zum PS-Pro-Verfahren wollen beide Schulen noch intensiver auf die Diagnose der individuellen Schülerbegabungen setzen.
„Es muss schon klar sein: Das ist ein Stück Geschichte, die wir hier schreiben“, sagte BBS-Schulleiter Jürgen Steltner bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Rodenberger Stadtschule und der Berufschule. Eine absolute Win-win-Situation für Schüler, Schulen und Lehrer sei mit der Zusammenarbeit
im PS-Pro-Verfahren gegeben.

 

BBS-Leiter Jürgen Steltner und
Stadtschulrektorin
Brigitte Naber
unterzeichnen den Kooperationsvertrag

 


Mit diesem „Persönlichen Stärkeprofil-Verfahren“ ermitteln die Schulen durch dafür erarbeitete praktische Tests Talente, Begabungen und Veranlagungen der Schüler. In den BBS ist das Verfahren am Berufs- und Förderzentrum (BFZ) angesiedelt. Bei der Wahl von Ausbildungsgängen, Beruf und Arbeitsplatz soll dies der optimalen Orientierung für die Schüler dienen. Das PS-Pro-Verfahren soll außerdem helfen, die Abbrecherquote in den Bildungsgängen zu senken. Hunderte Schaumburger Schüler durchlaufen diese Tests im BFZ künftig jährlich. Die Stadtschule in Rodenberg nimmt dem BFZ einige Arbeit ab, weil dort das Verfahren im eigenen Hause angewendet werden kann.
„Verursacher dieser Kooperation“ sei eigentlich Wilfried Mühlenhoff, erinnerte Stadtschulleiterin Brigitte Naber an die Anfänge der Diagnostik. Der ehemalige Prüfungsausschussvorsitzende bei der IHK und außerschulischer Berater hat vor rund sechs Jahren der Stadtschule die Methodik, die zum PS-Pro-Verfahren führte, schmackhaft gemacht. Mehrere Lehrer schulten sich daraufhin größtenteils in ihrer Freizeit für die Diagnostik. Anna-Maria Bornemann, Leiterin des BFZ, ist von dem PS-Pro-Verfahren angetan. Sie berichtete bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages von bereits erkennbaren Erfolgen. Sowohl Ausbilder und Betriebe als auch Schüler und Auszubildende selbst stellten fest, dass die Ergebnisse der Tests und die Findung des richtigen Berufsprofils konvergieren.
Bornemann wies darauf hin, dass die BBS auch über den beurkundeten Vertrag hinaus ihre Hilfe anböten. So könnten die Werkstätten Material für die Umsetzung der Tests in der Stadtschule liefern. Die Einzelheiten der künftigen Zusammenarbeit wurden von den jeweiligen PS-Pro-Lehrer-Teams bei einem Grillabend besprochen. „Wir wollen nicht nur arbeiten, sondern auch feiern“, sagte Naber, die Zusammenarbeit solle nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ihren Ausdruck finden.

     

SW vom 20.06.2009

   
       
 

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