Schaumburger Nachrichten vom 20.06.2009

   
  Die Pinguine sagen adieu

143 Schüler der Stadtschule Rodenberg haben ihren Abschluss geschafft
 

 

 


Träume nicht dein Leben - lebe deine Träume." Das gab Brigitte Naber, Leiterin der Stadtschule in Rodenberg, den 143 Schülern mit auf den Weg, die gestern mit Haupt-, Realschul- respektive erweiterten Realschulabschluss die Bildungseinrichtung in eine ungewisse Zukunft verließen.

RODENBERG. Auch wenn der „Spiegel" inmitten von Finanz-, Umwelt-, Bildungs- und Globalisierungskrise von einer „Generation der Krisenkinder" schwadroniere und die vielen Probleme Angst machten „Angst ist ein schlechter Begleiter", mahnte Naber. Umso wichtiger sei es, lass junge Menschen laut jüngsten Umfrageergebnissen offenbar dennoch positiv in die Zukunft schauen würden. Die Menschen haben Vertrauen in ihre eigenen Stärken und werden ihr Glück finden." In diesem Zusammenhang verglich die Schulleiterin die Schüler mit Pinguinen und das war keinesfalls abwertend gemeint. Denn von denen könne man reichlich lernen, wie sie in Anlehnung an die profunden Erkenntnisse Eckart von Hirschhausens skizzierte: Der Kabarettist und Mediziner hat den unbeholfen watschelnden, unproportionierten Vogel trotz seiner leinen Flügel sowie seiner Taillen und Knielosigkeit zum Vorbild erkoren: Der Pinguin ist keine Fehlkonstruktion der Natur, kein Looser, sondern ein perfekter Schwimmer und zehnmal windschnittiger als ein Porsche. Ergo: „Der Pinguin sucht das Wasser, das ist sein Element. Denn dort kann er seine Stärken zum Tragen bringen." Man solle nicht seine Schwächen verstärken, fordert Naber, sondern seine Stärken ausbauen. „Also, findet Euer Wasser!"
Die Klassenlehrerinnen Hilma Schröter-Wiedenbrügge und Gesa Zajonc erinnerten in ihren Abschiedsworten an Ausflüge in Museen, Ausstellungen und den Heidepark, an Theaterbesuche, den Kampf mit den Widrigkeiten der Trigonometrie, der Mendel'schen Gesetze, der gebückten Beingrätschen und der Ahnenreihe deutscher Kanzler. „Die Methodenpappen wurden immer dicker und ihr immer schlauer", sagte Schröter-Wiedenbrügge. „Und Achtung! Das Lernen hört nie auf - weder für Euch noch für uns."
Zum Abschluss gab es Urkunden und Präsente für besondere schulische Leistungen und gemeinschaftsförderndes Verhalten. Mit einem Notenschnitt von 1,87 glänzte Sabrina Bredemeier als Nummer eins. Aber auch Patrick Scheller, Florentina Krüger, Clarissa Reimers, Jacques Du Preez, Marius Watzlawek, Rene Arija de los Rios wurden für ihre guten Noten geehrt. Durch ihr soziales Engagement fielen Patrick Scheller, Dennis Mohme, Florentina Krüger, Clarissa Reimers, Simon Bock, Xenia Pavlov, Daniela Perchalla und Lara Flügge auf.
Für die Schülerschaft sagten Xenia Pavlov und Miriam Meyer auf amüsante Weise auf Wiedersehen. So erinnerte sich Meyer beispielsweise schmunzelnd an ungeliebte Lehrer-Worte am Freitagnachmittag kurz vor dem Wochenende. ,Ihr könnt erst gehen, wenn es klingelt.' Wie ich das gehasst habe." Diesmal musste sie nicht aufs Läuten der Glocke warten.  ni

     
    Entlassungsfeier  

SW vom 24.06.2009

         
 

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