Schaumburger Nachrichten vom 22.08.2009

   
  Stadtschule macht Zirkus

Pennäler begeistern mit beeindruckender Vorstellung
 

 
  Spannung, Humor und Sensationen: Die Stadtschüler begeistern ihr Publikum   Teschner
     
  Kann ich nicht" war gestern: Inspiriert und angeleitet vom Zirkus „ZappZarap" aus Leverkusen haben Rodenberger Stadtschüler in einer beeindruckenden Vorstellung gezeigt, was man erreichen kann - auch wenn nur ein Vormittag zum Proben bleibt.


RODENBERG. „Ich habe den Zirkus auf einer Messe für Lehrer gewonnen", berichtet Schulleiterin Brigitte Naber, wie die Stadtschule in den Genuss gekommen ist, einen Tag lang zur Zirkusbühne zu werden. „Das war ein Supergeschenk", bilanziert sie nach einer Stunde Bühnenshow ihrer Schützlinge.
Im vollbesetzten Forum präsentieren Nachwuchsartisten aus den fünften, sechsten und siebten Klassen ein buntes Programm. Gefragt sind Geschick, Körperbeherrschung und Teamarbeit. Vor allem aber Mut. Der Umgang mit den Feuerfackeln und ein Gang über einen Scherbenhaufen erfordern höchste Konzentration. Getreu dem Motto „Kannst du nicht, war gestern, heute ist Zirkus" wagen einige frischgebacken Fakire den beherzten Sprung in die Glassplitter. Als ein Nagelbrett auf die Bühne getragen wird, geht ein Raunen durch den Saal. Ein Junge legt sich mit nacktem Oberkörper auf die stachelige Unterlage; ein Mädchen steigt auf dessen Rücken. Gespannte Stille im Publikum. Jüngere Geschwister der Protagonisten klammern sich an ihre Mütter. Dann erleichtertes Aufatmen: Der junge Fakir erhebt sich ohne Blessuren und badet im Beifall.
Die Schüler beherrschen nach wenigen Stunden Unterricht bei den Profis fast das ganze Repertoire bekannter Zirkusattraktionen: vom Schleiertanz, Balancieren von Tellern, Touren auf dem Einrad bis zur Akrobatik mit Leitern.
Und keine Zirkusvorstellung ohne Clowns: Schon zu Beginn lassen sich die Schüler in einer Reihe auf dem Bühnenrand nieder und tuscheln in „Stille Post" Manier „noch nicht". Minuten später folgt das „na endlich" - und alle wechseln das Bein. Wo Feuerspucker aktiv sind, ist die Feuerwehr nicht weit. Ein ganzer Trupp packt mit an und schleppt einen meterlangen Löschschlauch auf die Bühne. Schade nur, dass die Wasserversorgung nicht funktioniert. Der „Löschmeister" am Anfang der Leitung greift letztlich zu einer effektiven Notlösung: Er nimmt einen Schluck aus der Wasserflasche und spuckt mit einem gezielten Strahl die Kerze aus. „Ihr habt uns heute ganz viel Freude gemacht", lobt die Schulleiterin zum Schluss. „Ich hätte niemals gedacht, dass man an einem Vormittag so ein Programm auf die Beine stellen kann." tes

     
   

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