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Am Dienstag, dem 20.10.09
strömte ein Hauch von Afrika in die Stadtschule Rodenberg.
Im Rahmen des sozialen Projektes „Unterstützung von Dorfschulen in Tansania
/ Afrika“ erhielten Schüler/innen der 5. bis 7. Klassen Gelegenheit, sich
bei dem Missionar Herrn Jürgen Pelz über die Situation und die
Lebensbedingungen der Kinder in afrikanischen Dorfschulen zu informieren.
Herr Jürgen Pelz ist seit 1971 im Dienst der katholischen Kirche als
Missionar in Tansania tätig. Viele Jahre betreute er die Region Shinyanga im
Norden von Tansania. 2002 stellte er auf Anregung von Herrn Angerstein vom
Jugendrotkreuz für die Stadtschule den Kontakt zur Mseki – Primary – Schule
her, 2006 zur benachbarten Dorfschule in Nyamkondo. |
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Beide Schulen arbeiteten
unter einfachsten Bedingungen, es fehlte an Klassenräumen, Mobiliar und
Schulbüchern. Die Rodenberger Schüler/innen halfen in den Folgejahren durch
den Verkauf von Gebasteltem in der Weihnachtszeit und mit einem Spendenlauf
die Situation der afrikanischen Schüler erheblich zu verbessern.
Herrn
Pelz gelang es zusammen mit seiner Schwester, Frau Griesing aus Rodenberg,
den Schülern verständlich zu machen, wie sehr sich ein Schulalltag im
ländlichen Tansania von dem ihren unterscheidet: 811 Schüler für nur 7
Lehrer, da fällt so manche Stunde aus. Unterrichtsfreie Zeit überbrücken die
Kinder mit Fußballspielen oder sie arbeiten auf dem Feld des Schulgartens.
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Die Lerngruppen sind
mit 60 bis 80 Kindern sehr groß. Da wird Disziplin ganz großgeschrieben. Die
Wände oder einfache Tafeln müssen unsere technischen Geräte ersetzen. Bücher
sind nicht immer für alle Schüler vorhanden. Die Dorfschulen sind in der
Regel ohne elektrischen Strom, da ein Generator nicht verfügbar ist. Auch
fließendes Wasser ist nicht selbstverständlich, Trinkwasser muss vom oft
weit entfernten Brunnen geholt werden. Viele Schüler leiden aufgrund
schlechter Ernten während einer langen Trockenzeit an Hunger. Sie erhalten
in der Schule eine Schulmahlzeit, die durch die Spenden aus Rodenberg
mitfinanziert wird.
Die Rodenberger Schüler erfahren, dass sich ihre Hobbies gar nicht so sehr
voneinander unterscheiden. Sport und Fernsehen sind in Tansania ebenso
beliebt. Nur muss dort auch schon einmal ein Knäuel aus Plastiktüten als
Fußball herhalten und der Weg zu einem der wenigen Fernseher im Ort kann
weit sein und ist mit Kosten verbunden. Und noch etwas verbindet die Schüler
miteinander, das Lernen der englischen Sprache. Hierüber haben auch schon
erste Briefkontakte stattgefunden.
Frau Griesing demonstrierte den Schülern mit interessanten Utensilien wie
einer Öllampe, hergestellt aus einer Konservendose, einem getöpferten
Kochtopf, einfachem afrikanischen Schmuck und Fotos, wie sehr sich der
Lebensstandard in ländlichen Gebieten in Tansania von dem hiesigen
unterscheidet. Mit „ Kwaherini – Auf Wiedersehen“ verabschiedeten sich alle
auf Suaheli voneinander.
Bei einem gemeinsamen Frühstück zusammen mit Elternvertretern und den
Organisatoren des Projektes, Frau Berndt – Büschen, Frau Küchler – Dehne und
Herrn Angerstein bedankte sich die Schulleiterin der Stadtschule, Frau
Naber, bei Frau Griesing und Herrn Pelz für ihren Einsatz. Der Besuch aus
Tansania stellte für die Schüler/innen der Stadtschule eine Bereicherung und
eine Motivation für die Fortführung des Projektes dar.
Frau Küchler-Dehne
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