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Es nahmen rund 180
Schülerinnen und Schüler am diesjährigen Spendenlauf teil.
Die Kinder haben sich bei Eltern, Verwandten und Freunden Sponsoren gesucht,
die pro gelaufene Runde auf dem Schloswall 1,50 Euro spenden. |
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Das Projekt vom
Kinderhilfswerk UNICEF im Süd – Sudan, Mädchen in die Schule bringen, hilft
bei der Einrichtung einfacher Dorfschulen speziell für benachteiligte
Mädchen, bildet Lehrer aus, übernimmt Schulgebühren und Schulmaterial und
schafft Bildungsangebote für besonders benachteiligte Kinder.
Der Süd-Sudan zählt zu den ärmsten Gebieten der Erde, 22 Jahre Bürgerkrieg
und immer wiederkehrende Dürreperioden haben die Bevölkerung schwer
getroffen. Mädchen werden oft schon als Zwölfjährige verheiratet, da der
erzielte Brautpreis für die Familie eine wichtige Einnahmequelle darstellt.
So haben ältere Mädchen oft jahrelang keinen Unterricht erhalten. Nur eine
von zehn Frauen im südlichen Sudan kann lesen und schreiben.
Mit dem anderen Teil der Spenden möchten wir unsere Partnerschulen in
Tansania, die Mseki-Primary-Schule und die Nyamkondo-Primary-Schule, weiter
unterstützen. Die Spenden tragen dazu bei, dass immer mehr Kinder diese
Schulen besuchen können und die Versorgung dieser Dorfschulen mit nötigem
Unterrichtsmaterial weiter verbessert werden kann. Die Schülerzahl ist von
anfangs 300 (2003) auf über 800 gestiegen. Es fehlt daher auch weiter an
Schulbüchern. Auch gibt es nur 7 Lehrer, da die meisten Lehrer nicht aufs
Dorf möchten.
Unsere diesjährige Spende soll den Schulen helfen, Landkarten,
naturwissenschaftliches Anschauungsmaterial oder eine Schreibmaschine
anzuschaffen. Stromanschluss gibt es für die Schulen noch nicht. Ein
Generator ist zu kostspielig .
Zusätzlich möchten wir mit dem erlaufenen Geld eine Schulmahlzeit
finanzieren, da viele Kinder infolge der Dürre in diesem Jahr an Hunger
leiden. Die afrikanischen Kinder schreiben in ihrem letzten Brief von ihrem
Hunger. In den vorigen Jahren konnten Werkstätten eingerichtet werden, in
denen Nähen und Tischlern gelehrt wird, dafür würden die Schulen sich gerne
Stoffe und Holz oder auch eine weitere Nähmaschine anschaffen (bisher drei
gespendete Nähmaschinen für 800 Schüler). Außerdem konnten von unseren
Spendengeldern zwei Latrinen in der Schule in Mseki gebaut werden, so dass
sich die hygienischen Verhältnisse dort verbessert haben.
Frau Küchler-Dehne |
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