Spendenübergabe Hammerforum am 21.12.2008

 
   


Schüler der Stadtschule Rodenberg spenden
für die Kinderambulanz im Kongo

 

 
   

Auf ihrem traditionellen Weihnachtsbasar am 27.11.2009 haben Schülerinnen und Schüler der Stadtschule Rodenberg Selbstgebasteltes und Selbstgebackenes zugunsten der Arbeit des Hammer-Forums (eine Organisation zur Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten) verkauft. Der Erlös des Basars in Höhe von 650,00 € wurde im Beisein der Schülervertreter(innen) Kautar Ben Abbou, Heba Mohammad und Torben Sieg vor Ferienbeginn an Dr. Flohr (ehemaliger Chefarzt im Krankenhaus Stadthagen) übergeben.
Dr. Flohr nahm die Spende als Vertreter des Hammer-Forums für die Arbeit
in einer Kinderambulanz in Kikwit/Kongo, die er selbst leitet, entgegen.

Im Rahmen der Spendenübergabe berichtete Dr. Flohr ausführlich von seiner Arbeit im Kongo. Obwohl der Kongo aufgrund seiner Bodenschätze eines der reichsten Länder der Welt ist, gehören die Menschen des Landes, bedingt durch politisches Chaos, falsch verstandene „Nehmermentalität“ bezüglich geleisteter Entwicklungshilfe und durch Korruption, faktisch zu den Ärmsten der Armen. Hilfe zur Selbsthilfe werde schwer angenommen, mangelnde Infrastruktur und geringe Entlohnung bei gleichzeitigen Warenpreisen auf europäischem Niveau erschwerten jede positive Entwicklung.
Herr Dr. Flohr arbeitet in einer Kinderambulanz, die dem Krankenhaus von Kikwit, ca. 500 km von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, angegliedert ist. Hier arbeiten 13 fest angestellte Ärzte und ca. 800 meist unbezahlt arbeitende Schwestern. Das Krankenhaus, das seit 1960 nicht mehr renoviert wurde, ist in einem desolaten Zustand und versorgt ca. 1 Million Menschen. Die Ambulanz wird täglich von bis zu 50 Kindern aufgesucht, die untersucht und kostenlos mit Medikamenten versorgt werden. Eine so genannte Milchambulanz versorgt nebenbei ca. 20 – 30 Kinder täglich, um den Eiweißmangel zu bekämpfen, unter dem viele Kinder leiden. Mangelerkrankungen gehören aufgrund der ärmlichen Lebensverhältnisse zu den häufigsten Problemen.

Viele dieser Kinder, die in die Ambulanz kommen, haben bedingt durch die Kriegssituation, die offiziell zwar beendet ist, aber faktisch noch immer andauert, außer ihren Geschwistern keine Angehörigen mehr. Ein weiteres großes Problem ist die Situation der Kindersoldaten, die sowohl versorgt als auch psychologisch begleitet werden müssten.

Die Spende der Schülerinnen und Schüler der Stadtschule Rodenberg reicht dazu aus, um entweder ca. 30 Kinder 13 Wochen lang mit Trockenmilch zu versorgen oder um ein Straßenkind für über zwei Jahre zu verpflegen, ihm Unterkunft zu geben und Schulgeld zu bezahlen. Die Schülervertreter entscheiden sich für die Unterstützung eines Straßenkindes; Dr. Flohr wird den Schülerinnen und Schülern den Namen eines Kindes mitteilen, das von den Stadtschülern unterstützt werden kann.

 
           
   

SN VOM 01.12.2009

Weihnachtsbasar 2009

SOZIALE PROJEKTE

 
   

SZ VOM 14.01.2010