Schaumburger Zeitung vom 09.02.2010

   
  Schüler helfen Straßenkind im Kongo
     
 
Rodenberg (bab). Die Schüler der Stadtschule Rodenberg haben den Erlös ihres Weihnachtsbasars in Höhe von 650 Euro an das Hammer-Forum übergeben. Die Schülervertreter Torben Sieg, Heba Mohammed und Kautar Ben Abbou überreichten die Spende an Hans-Eckhardt Flohr, den ehemaligen Chefarzt des Kreiskrankenhauses Stadthagen. Dieser nahm die Spende für die Arbeit in einer Kinderambulanz in Kikwit/Kongo entgegen, die er selber leitet.

Die Spende der Schüler reicht dazu aus, um entweder 30 Kinder 13 Wochen lang mit Trockenmilch zu versorgen oder ein Straßenkind für über zwei Jahre zu verpflegen, ihm Unterkunft zu geben und Schulgeld zu bezahlen. Die Schülervertreter entschieden sich für die Unterstützung eines Straßenkindes. Flohr wird den Schülern den Namen eines Kindes mitteilen, dem die Hilfe zuteil wird.

Wie die Stadtschule mitteilt, habe Flohr ausführlich von seiner Arbeit im Kongo berichtet. In dem Hospital arbeiten 13 fest angestellte Ärzte und rund 800 meist unbezahlt arbeitende Schwestern. Das Krankenhaus, das seit 1960 nicht mehr renoviert wurde, sei in einem desolaten Zustand und versorge rund eine Million Menschen. Die Ambulanz werde täglich von bis zu 50 Kindern aufgesucht, die untersucht und kostenlos mit Medikamenten versorgt werden.

Eine „Milchambulanz“ versorge nebenbei 20 bis 30 Kinder täglich, um den Eiweißmangel zu bekämpfen, unter dem viele Kinder leiden. Mangelerkrankungen gehören aufgrund der ärmlichen Lebensverhältnisse zu den häufigsten Problemen. Viele dieser Kinder haben bedingt durch die Kriegssituation, die faktisch noch immer andauert, außer ihren Geschwistern keine Angehörigen mehr. Ein weiteres großes Problem sei die Situation der Kindersoldaten, die sowohl versorgt als auch psychologisch begleitet werden müssten.

       
 

SN VOM 01.12.2009

Weihnachtsbasar 2009

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SZ VOM 27.02.2010

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