Schaumburger Zeitung vom 10.02.2010

   
  Mit Ausweis und guten Kontakten zur Polizei
 
  Rodenberg (bab). Auch an der Stadtschule gibt es jetzt Schüler-Scouts, die für mehr Ordnung unter den Fahrschülern sorgen sollen. Mit Dienstausweisen ausgestattet und Ansprechpartnern unter Lehrern, Polizei und SVG-Personal sollen sie von der Haltestelle an für einen stressfreieren Nachhauseweg sorgen.
„Wenn man selber mit dem Bus fährt, möchte man auch dass es aufhört“, sagt Laura Matthias zu dem Gedrängel und Geschubse, das unter den Schülern im Bus üblich ist. Sie ist eine von elf frisch ausgebildeten Scouts, unter denen aber nur zwei Mädchen sind. Unter den Jungs besitzt Jan Janecki bereits Erfahrung in puncto Deeskalation. Er hatte auch im Streitschlichter-Projekt der Schule mitgearbeitet. Er sieht aber einen wesentlichen Unterschied: Bei den Streitschlichtern sei es so, dass die Schüler mit Problemen auf sie zukommen, die Scouts aber gehen auf den Konflikt zu.
Schon an der Bushaltestelle sollen die Schüler dafür sorgen, dass es nicht zu brutalen oder gefährlichen Situationen kommt. Aber auch während der Fahrt sind Scouts im Bus wachsam. Zur Not hilft ihnen ein Busfahrer wie Andreas Kunze von der SVG. Er bestätigt, dass er im schlimmsten Fall berechtigt ist, einen Fahrgast auch an die frische Luft zu setzen.

 

 Schüler-Scouts, Lehrer, Ausbilder und Unterstützer wollen, dass die Heimfahrt der Stadtschüler im Bus entspannter wird. Foto: bab

 

Doch in erster Linie dient die Ausbildung der Sicherheit, wie Markus Kamburis von der Polizeidirektion Göttingen erklärt. Er ist vorwiegend in der Fortbildung für Kollegen tätig, aber auch für Kommunikation und Verhaltenstraining und hat die dreitägige Ausbildung der 14- bis 17-Jährigen begleitet. Es gehe auch darum, Unfälle an den Haltestellen zu vermeiden, die durch das Gewühl am Bus passieren können. Vom Kommissariat Bad Nenndorf hat sich Michael Bolte der Schüler-Scouts angenommen, die auch ihn bei Problemen ansprechen können. Ebenso sind die Lehrer ansprechbar, wenn es Konflikte gibt.

Lehrerin Annemarie Matthias hat den ersten Scout-Jahrgang betreut. Die Räume für die Ausbildung hat das DRK zur Verfügung gestellt und auch die Sparkasse hat das Projekt unterstützt. Wie Morten Spenner von der Geschäftsstelle in Rodenberg erklärt, hat die Sparkasse die Ausweise finanziert und für die Verpflegung während der Schulung gesorgt.
       
   

PROJEKTE

SN VOM 05.02.2010

       
 

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