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Schaumburger Nachrichten vom 12.03.2010 |
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| Helfen ist cool, aber mancher ist ängstlich | |||
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Bei ihren Aktionstagen zum niedersächsischen Tag der Zivilcourage am 15. März haben sich die Stadtschule Rodenberg und Schülerzeitungsredakteure des Bad Nenndorfer Gymnasiums beteiligt. Die Aktionen werden durch den Präventionsrat der Samtgemeinde Nenndorf unterstützt. Rodenberg/Nenndorf. Wie die Polizei in Bad Nenndorf betont, beschränke sich die Präventionsarbeit nicht auf die aktuellen Aktionstage. Ganzjährig werde diese durch Schulen, Behörden und Polizei unterstützt und begleitet. |
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Friedrich Kräft vom
Seniorenbeirat und die Schülerzeitungsredakteure Robert Sperling, Christian
Elster, Björn Eggers und Wilhelm Südekum fragen Ferri Hosseini auf dem
Nenndorfer Wochenmarkt nach Zivilcourage. Jakobs |
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Und das zeigt auch Wirkung, wie Schüler
der Stadtschule berichten. „Früher war es schlimmer“, erinnert sich Klara
Seiffert aus der zehnten Realschulklasse an gewaltsame Auseinandersetzungen
in der Vergangenheit. Im Unterricht hat sie mit ihrer Mitschülerin Kautar
Ben Abbou auch eine Skulptur zum Thema Zivilcourage kreiert. Diese zeigt ein
Paar, das blind vor frischer Liebe die Not vor ihren Augen nicht sieht. Die
Schülerinnen haben dargestellt, wie in unmittelbarer Nähe jemand auf eine am
Boden liegende Person eintritt. Die Siebtklässler der Stadtschule gehen anders an das Thema. Mit einem Fragebogen ausgestattet, wollen sie in der Bevölkerung ermitteln, wie die Bürger zu Zivilcourage stehen. Schüler Marcel Peter kann sogar von einer Szene erzählen, bei der er selbst eingegriffen hat, als ein Jugendlicher einen Polizeibeamten an der Schule angriff und zu Boden warf. Schulsozialarbeiterin Ulrike Polke will den Schülern vermitteln, „dass es auch cool ist zu helfen“. Der Einsatz für andere bringe dem Helfer Anerkennung und Befriedigung. So sahen es auch Befragte in Bad Nenndorf. Doch nicht mehrheitlich, wie die Nenndorfer Gymnasiasten feststellen mussten. Es gab auch andere Antworten bei der Umfrage, die sie zusammen mit Friedrich Kräft vom Seniorenbeirat auf dem Wochenmarkt machten. Viele hätten Angst vor der Gefahr, in die sie sich begeben oder empfingen es als Einmischung, für andere in die Bresche zu springen. Es gebe Situationen, in denen sich Raufbolde Eingriffe verbitten. Für die Befragten gehört zudem das Helfen bei Unfällen zur Zivilcourage. Erste Hilfe zu leisten wurde angeführt. Die Stadtschule wird ihre Ergebnisse für den Unterricht auswerten und hat auch einen Fragebogen für die Situation innerhalb der Schule entwickelt. Im Gymnasium sei keine weitere Behandlung im Unterricht geplant, sagt Björn Eggers von der Schülerzeitung. Die Redakteure wollen die Ergebnisse für die Schülerzeitung aufarbeiten und so darüber aufklären. Unterstützung erhalten sie auch vom Seniorenbeirat. bab |
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Infos zum Aktionstag: |
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