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Ein Workshop-Angebot
der anderen Art fand aktuell an der IGS/Stadtschule am 03.05.2010 statt:
Im voll besetzten Forum der Schule referierte Moritz Becker sehr
unterhaltsam vor Eltern und Schülern (jeweils 50%) über Medienkompetenz von
Kindern und Jugendlichen
und den oft
sorglosen Umgang mit Daten und Äußerungen im Internet, speziell in den
Portalen ICQ, Youtube und SchülerVZ mit der Zielsetzung, das Bewusstsein der
Jugendlichen in Bezug auf Datensicherheit zu schärfen.

Becker stellte eine Holzfigur „Max“ anschaulich als typischen Schüler vor,
indem er ihn mit in Wolken geschriebene Eigenschaften behängte. (siehe Foto)
Das Internet stillt
dabei bei den Jugendlichen Bedürfnisse z.B.
·
Bedürfnis, seinen Alltag mit Freunden zu organisieren (Verabredungskultur)
·
Bedürfnis nach Unterhaltung
·
Bedürfnis, ernst genommen zu werden
Kinder und Jugendliche haben vor ihren Eltern in der Regel einen riesigen
Vorsprung – für Sie ist das Internet eine Welt, in der sie sich wie
selbstverständlich bewegen, ein Spiel-Raum, in dem sie unbekümmert und
neugierig - wie Jugendliche nun mal sind - sich ausprobieren, Anerkennung
und Orientierung suchen.
Ohne erhobenen
Zeigefinger und mit Hilfe des konkreten Beispielschülers „Max“ aus SchülerVZ
klärte er seine Zuhörer unter anderem darüber auf, wie schnell persönliche
Angaben ins Internet gelangen und für unzählige Menschen dauerhaft einsehbar
werden oder wie sich sogar scheinbar harmlose Informationen auf Bewerbungen
um Ausbildungs- oder Arbeitsstellen auswirken können.
Wer seine Daten bewusst öffentlich zur Schau stellt und auf die möglichen
Persönlichkeitsschutzrechte verzichtet, muss davon ausgehen, dass sie jemand
archiviert.
Die Benutzer müssen bewusst entscheiden, was sie öffentlich zeigen wollen
und was nicht. Von den Anbietern sozialer Netzwerke wird es in den nächsten
Jahren keine ausreichenden Filter oder Schutzmechanismus geben. Der einzige
Filter, der hier helfen kann, ist der Filter im Kopf des Benutzers.
Moritz Becker ermutigte die anwesenden Eltern: Versuchen Sie das Internet
mit den Augen Ihres Kindes zu sehen. Interessieren Sie sich dafür, was Ihr
Kind dort tut. Bemühen Sie sich zu verstehen, welche Möglichkeiten das
Internet Ihrem Kind eröffnet und nehmen Sie diese ernst. Warnen Sie es vor
Risiken, die Sie erkennen.
Ursula Winter

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