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Schaumburger Nachrichten vom 05.06.2010 |
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| „Wir lassen Sie äußerst ungern gehen“ | |||
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Der Fachbereichsleiter
Arbeit-Wirtschaft-Technik der Stadtschule Rodenberg, Helmut Bredemeier, geht
zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Die Abschiedsfeier im
Lehrerzimmer machte deutlich, dass der Stellenwert des Pädagogen ein
besonderer ist. Rodenberg (bab). Auf die sonst üblichen biografischen Eckdaten und beruflichen Stationen, die normalerweise bei diesen Gelegenheiten zu hören sind, hat die Schule bei Bredemeier, der 1975 an die Stadtschule kam, verzichtet. Schule und Gastredner benötigten die Zeit dazu, das herausragende Engagement des Lehrers, seit 1982 Fachbereichsleiter, für die Berufsorientierung der Haupt- und Realschüler zu würdigen. |
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Stadtschulleiterin Brigitte Naber verabschiedet Helmut Bredemeier, der seine Nachfolgerin Katja Steinbrecher und deren Unterstützung, Anke Dirksen, bereits eingewiesen hat.© bab |
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Seine Beharrlichkeit habe am Ende dazu geführt, dass das
„Rodenberger Konzept“ für 99 Prozent der Haupt- und Realschüler des
Landkreises Relevanz besitzt, nannte Anna-Maria Bornemann, Leiterin des
Berufs- und Förderzentrum (BFZ) in der BBS Stadthagen, inzwischen erreichte
statistische Werte. Im BFZ ist die von der Stadtschule ausgearbeitete
Methode als „PS-Pro-Verfahren“ derzeit angesiedelt. Diese Testmethode dient dazu, für jeden daran teilnehmenden Schüler ein „persönliches Stärke-Profil“ zu entwerfen. Bredemeiers eigene Statistik zeigt, den Rodenberger Schülern hat es Erfolg verschafft. Der Anteil jener Absolventen, die nahtlos in einen Ausbildungsvertrag übernommen werden, hat sich vervielfacht und liegt bei einigen Rodenberger Klassen vier- bis sechsmal höher als im Landesdurchschnitt. Der Dank Bredemeiers galt besonders den Kollegen, die ebenso an den Erfolg der Methode glaubten und zig Stunden ihrer Freizeit damit zugebracht haben, die Analyse von Talenten, Begabungen und Veranlagungen ihrer Schüler zu erlernen. Zurück geht das Konzept auf den außerschulischen Berater der Stadtschule, Wilfried Mühlenhoff. Ebenso wie Bredemeier betonte dieser, dass vor der Anerkennung der Diagnostik die Kämpfe mit der Schulbürokratie ausgefochten werden mussten. Bredemeier dankte dem ehemaligen Schulleiter Horst Asche, ohne den dies nicht möglich gewesen wäre. Asche habe die Schwellen beim Ministerium überwunden. So sei das Wirken Bredemeiers an der Schule nachhaltig, fasste Schulleiterin Brigitte Naber zusammen. Sie vergaß auch nicht zu erwähnen, dass ihr Kollege sich bereits vor diesem Erfolg über seine Belange hinaus engagiert hat. So habe er Netzwerke und Kooperationen aufgebaut, bei Qualitäts- und Methodenentwicklung mitgewirkt, Fortbildungen besucht und intern noch Dinge wie den Aufbau der Schülerfirma, des Schulgarten und die Profiltage gemanagt. Sogar für seine Nachfolge habe er gesorgt und diese eingearbeitet. Katja Steinbrecher wird Nachfolgerin im Fachbereich. Ihr zur Seite steht Anke Dirksen. |
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