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Hannoversche Allgemeine vom 05.08.2010 |
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Fußball und unser Leben Der Film „Themba" zeigt das Südafrika jenseits der WM - und Jens Lehmann als Schauspieler VON SUSANNE IDEN |
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Emmanuel Soquinase
und Jens Lehmann. |
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Manchmal ist Themba fast zu gut, um wahr zu
sein. Gerade mal elf ist er und findet doch immer, in jedem Moment, das
richtige Wort - ob er die kleine Schwester tröstet, die einsame Mutter zum
Durchhalten ermuntert, den potenziellen Stiefvater in seine Schranken weist
oder dem Freund Sipho und dessen geächteter, aidskranker Mutter zur Seite
steht. Themba ist eindeutig zu gut, um wahr zu sein. Und trotzdem ist um
diesen makellosen Jungen herum ein erstaunlich wahrhaftiger Film entstanden.
Die Geschichte beginnt mit klischeehaft spektakulären Bildern aus der Heimat
Thembas, dem rauen Küstenstreifen in der südafrikanischen Provinz Eastern
Cape. Hier lebt der Xhosa-Junge (gespielt von Emmanuel Soquinase) mit seiner
Mutter Mandisa (der großartigen Afrobeat-Sängerin Simphiwe Dana)und der
jüngeren Schwester Nomtha (Anisa Mhlungula) in ärmlichen Verhältnissen.
Nicht nur die Landschaft, viele Bilder in
diesem Film bedienen Klischees vom Leben der Schwarzen am Kap: Der Vater
ist, „gone", weg, abwesend, wie Millionen schwarzer Väter in Südafrika, die
ihre Familien verlassen, um in den Minen oder in den Städten zu arbeiten.
Der vermeintliche Onkel Luthando (Patrick Mofokeng) entpuppt sich als fauler
Säufer. Die Mutter ist edel und gut, sie arbeitet sich halb zu Tode und
liest doch den Kindern bei Kerzenschein in der Rundhütte aus „Alice im
Wunderland" 'vor. Die Mädchen schleppen das Wasser, und die Jungen lieben
nichts mehr, als barfuß einem aus Plastiktüten, Stofffetzen oder Papier
selbst gebastelten Fußball hinterher zujagen - und wenn sie es nur
hartnäckig genug tun, dann erfüllt sich am Ende der Traum vom Einsatz im
Nationalteam der „Bafana Bafana". Hinterlegt ist das alles mit dem sanften
Licht der auf- oder untergehenden afrikanischen Sonne. |
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