Schaumburger Nachrichten vom 21.09.2010

 

Auf Tuchfühlung mit bekannten Autoren

 

Mädchen und Jungen an den Grundschulen von Haste, Bad Nenndorf, Rodenberg und Apelern sowie an der IGS Rodenberg und am Gymnasium Bad Nenndorf gehen in diesen Tagen auf Tuchfühlung mit bekannten Kinder- und Jugendbuchautoren. Ermöglicht wurde dies wiederum durch das Kulturforum Bad Nenndorf, das bereits zum 13. Mal solche Lesungen organisiert, sowie durch Unterstützung der jeweiligen Fördervereine und des Friedrich-Bödecker-Kreises. Auch die jungen Zuhörer wurden um einen kleinen Kostenbeitrag gebeten.

Apelern (nah). Dafür hörten sie nicht nur Abschnitte aus den bekanntesten Büchern der drei Schriftsteller. Sie durften Fragen stellen, wie ein Buch entsteht oder auf welche Weise Ideen und Themen gesammelt werden. Im Gegenzug wollten die durchaus prominenten Gäste allerlei von den Kindern wissen.

Am gestrigen Montag waren Beate Dölling, die unter anderem dem bekannten „Jim Knopf“ weitere Erlebnisse andichtete und Kinderbücher wie „Wild auf Fußball“ oder „Sommerglück und Idiotenpech“ schrieb, sowie Ghazi Abdel-Qadir in Apelern zu Gast. Abdel-Qadir sorgte schon in den ersten Minuten für eine Überraschung, als der Palästinenser aus seiner Geburtsstadt Nazareth berichtete. Aus der Fülle seiner Werke suchte er einige lustige Geschichten heraus: zum Beispiel „Hälftchen und das Gespenst“. Hinter dem ulkigen Namen verbirgt sich eine „halbe Portion“, die sich dennoch erfolgreich gegen große Gegner durchsetzen kann.

Beide Autoren sind mit Beispielen aus ihren Büchern noch bis zum Donnerstag zunächst in Rodenberg und Bad Nenndorf zu Gast und werden am Donnerstag in Haste erwartet. Die Hamburgerin Angela Gerrits, die Jugendromane schreibt, wird am heutigen Dienstag in der IGS Rodenberg und am morgigen Mittwoch am Bad Nenndorfer Gymnasium erwartet.

Dass gerade jetzt die Autorenlesungen stattfinden, liegt an einem Literatentreffen, das soeben in Hannover zu Ende gegangen ist. So konnten Fahrtkosten gespart werden. Für die Organisation vor Ort sorgte Kulturforums-Vorstandsmitglied Hannelore Krage: Sie ließ sogar einen Fahrdienst einrichten, der die ortsunkundigen Schriftsteller zu den jeweiligen Schulen bringt. Insgesamt werden sie 30 Lesungen an vier Tagen in sechs Schulen absolviert haben.

Die Autorennamen sind bei etlichen jungen Zuhörern übrigens nicht unbekannt gewesen: Ihre Bücher finden sich auch in den Regalen der hiesigen Bibliotheken.

"AKTUELLES"

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