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Nach über 30 Jahren verlassen Gerhard Hurek und Heinz Imhoff
am 6. Juli 2011 mit zwei PS ihre Wirkungsstätte, die Stadtschule Rodenberg.
Mit einer Kutsche wurden die Realschullehrer am letzten Tag ihrer
Berufstätigkeit als Realschullehrer von der Schule abgeholt und in ihre
Freistellungsphase vor dem Ruhestand kutschiert. Ein an der Kutsche
befestigtes, eigens für den Anlass angefertigtes, Ortsausgangsschild „40
Jahre Stadtschule Rodenberg“ lässt keinen Zweifel: Die Zeit an der
Stadtschule ist um – neue Orte des Wirkens werden aufgesucht.

Heinz Imhoff hat sein 2. Staatsexamen 1977 abgelegt und unterrichtet
als Realschullehrer an der Stadtschule Rodenberg seit 1983 Mathematik,
Physik, Chemie und seit Ende der 80ziger Jahre auch Informatik.

Imhoff gehörte 1989 zu den ersten von der Schulbehörde ernannten
Fachberatern für Neue Technologien und hat in den Folgejahren Schulen im
Landkreis Schaumburg im Auftrag der Schulbehörde bezüglich des Einsatzes und
Unterrichts mit neuen Technologien beraten.
Hiervon konnte die Stadtschule nur profitieren und die Schulleiterin
Brigitte Naber dankt Heinz Imhoff, dass er schon früh die Weichen für die
Arbeit mit Neuen Technologien an der Stadtschule gestellt hat. Fast 20 Jahre
hat Imhoff den Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften und die
Fachkonferenz Informatik an der Stadtschule Rodenberg geleitet.
Gerhard Hurek hat als junger Referendar 1978 an der Stadtschule
Rodenberg angefangen, ist dann von 1978 bis 1982 in Lindhorst gewesen und
hat seit 1982 als Realschullehrer an der Stadtschule Rodenberg die Fächer
Chemie, Physik, Sport, Erdkunde, Mathematik und auch Werken unterrichtet.
Diese Fächerkombination ermöglichte es Gerhard Hurek, Theorie, Handlungs-
und Lebensweltbezug immer miteinander zu verknüpfen.
Dabei war es ihm immer ein besonderes Anliegen, mit den Schülerinnen und
Schülern die Vielfalt ihres natürlichen Lebensumfelds zu entdecken, ein
Bewusstsein für die Bedeutung intakter Lebensräume zu schaffen und sie zu
bewusstem Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu erziehen.
Die Schulleiterin Brigitte Naber berichtet, dass sich Gerhard Hurek während
seiner gesamten Berufslaufbahn regelmäßig im Bereich der Umweltpädagogik
fortgebildet habe. Seit 1991 gehörte er zu den vom niedersächsischen
Kultusministerium ausgebildeten Multiplikatoren „Regionale Umweltbildung“.
Im Bezirk Schaumburg, Hameln, Holzminden und Hildesheim führte er selbst
Lehrerfortbildungen durch.

Schülerinnen und Schülern habe Gerhard Hurek nicht nur theoretisches Wissen
vermittelt, sondern habe mit den Schülerinnen und Schülern
handlungsorientiert gearbeitet und Umwelterziehung praktisch und nachhaltig
umgesetzt. Man müsse nur über das Schulgelände und durch das Umfeld der
Stadtschule gehen. Dort findet man viele, von Gerhard Hurek gemeinsam mit
Schülerinnen und Schülern geplante und erstellte Beispiele für nachhaltige
Umwelterziehung.
An der Aue ist ein sogn. Klassenzimmer am Fluss für chemischen, biologische
und physikalischen Gewässeruntersuchungen sowie Vogelbeobachtungen
eingerichtet worden, die auf der Streuobstwiese der Familie Dreyer
ausgehängten Vollhöhlen für Brutvögel werden regelmäßig kontrolliert und
gesäubert und auf dem Schulgelände wurde vor 12 Jahren eine eigene
Streuobstwiese angelegt. Der gemeinsam mit Schülern gepresste Hurek´sche
Apfelsaft sowie die getrockneten Apfelringe wurden sowohl auf dem
Rodenberger Markt als auch bei diversen Schulfesten und in den Pausen
verkauft.
Für seine Umweltprojekte ist Gerhard Hurek mit seinen Schülerinnen und
Schülern in den letzten Jahren durch erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen
Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet worden.
2005 wurde die Stadtschule Rodenberg unter der Projektleitung von Gerhard
Hurek erstmals als „Umweltschule Europa – internationale Agenda 21 Schule“
ausgezeichnet. Die Nachhaltigkeit seiner Arbeit in Kooperation mit anderen
Kolleginnen und Kollegen zeigt sich auch darin, dass die Schule die
Auszeichnung „Umweltschule Europa – internationale Agenda 21 Schule“ auch in
den folgenden Auszeichnungsjahren 2007, 2009 und aktuell 2011 erhielt.
Als Erinnerung an die vielen Projekte, Wettbewerbe und Auszeichnungen („Holz
hat´s – Energie aus dem Wald (2006), „Abenteuer Auen Bach- und Flussauen
erforschen“ (2007), „Klima-Checker“ (2008/09), „Schmecke die Vielfalt“
(2011)) sowie seinen Einsatz für Nachhaltigkeit und biologische Vielfalt im
schulischen Umfeld erhält Gerhard Hurek zum Abschied von der Schulleiterin
eine für ihn erstellte Urkunde, in der Hurek für die Nachhaltigkeit seiner
Arbeit ausgezeichnet wird. Nachfolgende Schülergenerationen werden von
diesen Projekten profitieren!
Bei so viel Nachhaltigkeit verwundert es nicht, dass auch Gerhard Hureks
Abfahrt aus der Schule mit 2 Pferdestärken nachhaltig im Sinne von Umwelt-
und Klimaschutz ist.
Rodenberg, 7. Juli 2011
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