Etwas Warmes braucht das Kind
Stadtschule nimmt die eigene Mensa in Betrieb / Komplettes Essen für drei Euro
Rodenberg. Etwas Warmes braucht das Kind: Von nun an bekommen die Stadtschüler nicht nur Snacks und Imbisse, wenn der Hunger kommt, sondern auch ein ordentliches Mittagessen. Der Ganztagsbetrieb, den die Schule eingeführt hat, beschert den Schülern nun eine kleine Mensa. In seiner letzten Amtshandlung vor der Pensionierung nahm Stadtschulleiter Horst Asche die neue Küche und den Speiseraum in Betrieb.
Es gab Nudeln und Gulasch mit Salat, Apfelschorle und ein Stück Topfkuchen. Für die Gäste vom Landkreis, der Schüler-, Personal- und Elternvertretung war das Antrittsessen ausnahmsweise kostenlos. Ansonsten kostet das volle Programm aus Hauptspeise, Nachspeise und einem Getränk die Schüler jeweils drei Euro.
Die Betreiber der Mensa, Petra und Thomas Bürau, bekamen viel Lob für die ansprechende Präsentation des Mittagstisches. Unterstützung haben die beiden von Doris Angerstein, die den Schülern bereits durch ihre Arbeit in der „Futterkiste" bekannt ist. Büraus betreiben Mensa und „Futterkiste" gemeinsam.
„Klein aber fein", sei der Mensabe
reich, den nach den ersten Erfahrungen auch die Lehrer gerne nutzen, wie Asche bemerkt hat. Zu Beginn werden zwölf bis 20 Essen nachgefragt. Da die Nachmittagsbetreuung vorerst montags, dienstags und donnerstags angeboten wird, hat die Mensa ihren Betrieb auf diese Tage konzentriert. Der Nachmittagsunterricht sei vorwiegend für die fünften und sechsten Klassen relevant, so Asche. Es sei aber auch möglich, dass höhere Jahrgänge, die nachmittags Arbeitsgemeinschaften oder andere schulische Angebote nutzen, in der Schule speisen. Dafür ist eine Anmeldung nötig, damit die Küchen-Crew entsprechend kalkulieren kann. „Wir machen aber immer fünf bis sechs Portionen mehr, weil immer mal jemand kommt, der schnell noch essen möchte", sagt Angerstein.Linsensuppe, Schollenfilet und Spaghetti Bolognese stehen beispielsweise auf dem Speiseplan. Die Betreiber achten darauf, dass entweder Gemüse oder frischer Salat als Beilage hinzukommen. Das Essen sei nicht nur geschmacklich ansprechend, sondern auch optisch, findet Asche. Schulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne ist froh, dass das Vorhalten eines warmen Mittagessens so schnell umgesetzt werden konnte. 47 000 Euro hat der Landkreis dafür in den Um- und Ausbau des Eingangsbereichs der Stadtschule gesteckt.
Bab
Schaumburger Nachrichten 31.01.07