Informationen zum Theaterstück „...
so wie die Titanic“
vorbereitet von den WPKs - Darstellendes Spiel -
Interview der Homepage-AG mit Lisa Schulte und Julia Stegemann, Kl. 10R3
Frage: Worum geht es in eurem neuen Stück „...so
wie die Titanic“?
Lisa: Es geht hauptsächlich um Svenja, die eine Außenseiterin ist. Doch das alles wird von einer Autorin „erzählt“ Sie interviewt Svenjas Mutter, ihre Mitschüler, die Lehrer und auch eine Polizeipsychologin. Die Autorin ist eigentlich Svenja selber, nur, dass sie als Autorin erwachsen ist und die jugendliche Svenja auch interviewt.
Als Svenja noch jung war, hatte sie sehr viel Stress mit ihrer Familie. Ihr Vater schimpft immer, weil Svenja angeblich zu wenig für die Familie macht: Rasenmähen, einkaufen, putzen usw. Kurze Zeit später trennen sich die Eltern. Ihre Mutter gibt ihr die Schuld dafür. – Später gibt es da auch nur Stress, da Svenja älter als ihre zwei Geschwister ist und die Mutter findet, Svenja muss sich mehr um ihre jüngeren Geschwister kümmern und im Haushalt soll sie auch einen Großteil übernehmen, weil die Mutter arbeiten gehen muss. Sie haben wenig Geld und so kann Svenja auch nur billige Kleidung tragen. Alle machen sich über sie lustig, und selbst ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. – Als eines Tages alle im Jugendzentrum sind, kommen die Schläger und Respektspersonen aller Cliquenmitglieder, Kerstin und Max. Sie bieten allen Tabletten an und wollen dann mit ihnen in eine angesagte Disco. Alle wollen, außer Svenja. Ihr wird gedroht, nichts davon zu sagen. Doch als die Clique auffliegt, ist Svenja bei allen „unter durch“. Max und Kerstin schlagen sie deswegen auch und bedrohen sie. – Ihr Vater hat nie Zeit, ihre Geschwister werden extrem bevorzugt, sie hat nur Stress mit ihrer Mutter. Sie hat keine Freunde mehr und bedroht wird sie auch. Der Zoff in der Schule bleibt nicht aus. Da platzt ihr der Kragen und sie läuft für immer weg.
Frage: Und was geht den Zuschauer so ein Einzelfall an? Hättet ihr nicht ein interessanteres Thema für ein Theaterstück finden können?
Julia: Also, ich finde dieses Stück echt sehr gut. Es regt die Zuschauer zum Nachdenken an und vielleicht überlegen sogar einige Eltern, Freunde, Lehrer oder Geschwister, ob sie selber etwas in ihrem Alltag ändern könnten und was sie eventuell alles falsch gemacht haben. Bei diesem Theaterstück hat man einfach eine typische Außenseiterperson ausgewählt, um die Hintergründe ihres schwierigen Lebens zu erzählen. Das Stück zeigt einfach, dass das heutige Leben sehr viel mit Gewalt, Trennung der Eltern und Fehlverhalten untereinander zu tun hat. Es kann nur gut sein so etwas darzustellen, es kann sogar manchen helfen, die gerade in solch einer Krise stecken. Gewalt an Schulen gibt es leider häufig und viele Kinder leiden unter der Trennung ihrer Eltern.
Außerdem bietet dieses Stück auch etwas Abwechslung gegenüber den Stücken aus den Jahren davor, denn es gab meiner Meinung nach noch nie so ein Stück, wo man zum Ende hin so überlegen muss wie bei diesem. Und durch unsere eigenen Erfindungen, die wir hinten dranhängen wollen, denke ich, dass es sogar noch interessanter wird.
Frage: Und wann kriegen wir euer Stück zu sehen?
Lisa: Es wird Aufführungen am Freitag, den 19. Mai, und am Freitag, den 9. Juni 2006 geben, jeweils um 19.30 Uhr im Forum der Stadtschule Rodenberg.
Julia: Und vorher gibt es vormittags jeweils wieder öffentliche Generalproben, zu denen manche Klassen eingeladen werden.